• 31. Januar 2024
  • Nora Boutrid

Ein Blick in die Glaskugel: Das sind die PR-Trends 2024

Social-Media-Trends? Längst besprochen.
KI-Trends? Wir kennen alle!
PR-Trends? Moment mal …

Die PR-Welt steckt in einem Umbruch und an jeder Ecke lauern neue Trends und Entwicklungen, die PR-Akteure zwischen Euphorie und Bammel schwanken lassen. Insbesondere Themen wie die Digitalisierung und immer schnellere Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz halten uns ordentlich auf Trab und sorgen für Diskussionsbedarf.

Was darf die PR vom Jahr 2024 erwarten? Muss die Branche Gewohntes hinter sich lassen und PR an der einen oder anderen Stelle neu denken? Wir haben uns umgehört und die wichtigsten PR-Trends 2024 zusammengefasst.

Die Verschmelzung der Disziplinen

Für Außenstehende ist es häufig schwer nachzuvollziehen, welche DisziplinenWaldweg wir in unserer PR-Arbeit täglich leisten. Vor allem klare Grenzen zwischen einzelnen Aufgabenbereichen zu ziehen, erweist sich zunehmend als komplex. In diesem Jahr ist es gar nicht mehr nötig! Disziplinen wie PR, Content Marketing und Social Media entpuppen sich zunehmend als dynamisches Geflecht, das nicht voneinander getrennt werden sollte. Gestärkt wird dieser Trend durch die Auswirkungen einer Informationsgesellschaft, die dafür sorgt, dass authentische und relevante Inhalte an Relevanz gewinnen, um die anvisierte Zielgruppe zu erreichen. Ganz oben auf dem Radar: Storytelling, das in diesem Jahr zum Herzstück der PR avanciert! Denn komplexe Themen so zu verpacken, dass sie jedem gefallen? Das können nur PRler.

It’s all about the looks

Eines ist sicher: Immer ausgefeiltere visuelle Techniken werden uns 2024 begegnen! Außergewöhnliche, interessante und vor allem wirkungsstarke Bild- und Videoproduktion, inzwischen oft auch kreiert mit Hilfe von KI-Tools, können komplexe Themen interessant und verständlich aufbereiten, reduzieren Komplexität und wecken Aufmerksamkeit. Nicht neu, aber umso wichtiger ist da die Kunst, mit wenig Schnickschnack komplexe Themen greifbar zu gestalten, z.B. bei Infografiken, die in der PR auch 2024 gute Begleiter sind.

Der Ursprung allen Übels

Mal wieder etwas passiert, womit niemand rechnen konnte? Diese Ausrede gilt (eigentlich schon lange) nicht mehr und wird besonders im Jahr 2024 mit einem Kopfschütteln quittiert. Denn Vorbereitung ist die halbe Miete – insbesondere wenn es um Vorbeugung oder gezielte Vorbereitung einer Krise geht! In einer Arbeitswelt, die zunehmend von VUCA-Faktoren bedingt ist, kann die gezielte Vorbereitung auf den möglichen Ernstfall wahre Wunder bewirken und bedarf in Anbetracht technologischer Fortschritte einer gewissen Proaktivität. Ein unabdingbares Tool für den Krisenfall stellt das Krisenmanagement-Handbuch dar, das die Essenz auf bestimmte Vorgaben und organisatorischen Ablauf integriert. Ein Krisen-Handbuch muss vor allem eines sein: Schnell und simpel zu verstehen! Darin sind feste Rollen der Mitarbeitenden geregelt, Abläufe, Handlungsvorgaben und alle Informationen, die es während eines Krisenfalls zu beachten gibt. Dabei gilt immer: So lang wie nötig, so kurz wie möglich.

Don’t forget your inner circle

Was die PR in diesem Jahr hinter sich lassen muss: Mitarbeitende der Unternehmen außer acht lassen! Denn Interne Kommunikation erweist sich zunehmend als wirtschaftlicher Erfolgsfaktor und gewinnt immer mehr an Relevanz. Mitarbeitende stellen zunehmend höhere Ansprüche und Erwartungen an Arbeitgeber und erwarten besonders in diesem Jahr von Arbeitgebern, ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Interne Kommunikation kann somit als Führungshandeln bezeichnet werden, dass strukturelle Prozesse des Zusammenwirkens von Umwelt, Organisation und Management beschreibt. Eine Mammutaufgabe. Aber es lohnt sich! Die Stärkung von Motivation und Loyalität sowie die Schaffung eines internen “Wir-Gefühls” sind nur wenige Vorteile.

Ein Statement setzen

Das Jahr ist noch nicht „alt” und schon mehr als einmal wurde deutlich, wie relevant gesellschaftlicher Zusammenhalt in diesen Tagen ist. Insbesondere im Hinblick auf die Bundestagswahl im kommenden Jahr wird politische PR ein zunehmend wichtiger Faktor, um herausfordernde und gesellschaftspolitische Themen adäquat zu vermitteln. Obacht: Die Grenzen zwischen politischer PR und Persuasion sind oftmals unklar. Politische PR unterliegt zahlreichen Normen, die es bei der PR-Arbeit zu beachten gibt.

Go Green, auch in der PR!

Nachhaltigkeit ist natürlich nicht nur innerhalb der PR von Bedeutung, sondern ein allgemeiner Megatrend. Spannenderweise ist dieses Thema für dieses Jahr sogar gesetzlich verankert, um Greenwashing endgültig zu untersagen. Nachhaltigkeitskommunikation wird ab diesem Jahr zur Pflicht – zumindest für große Unternehmen. Somit müssen Unternehmen in einem Reporting Auskunft über alle Nachhaltigskeitsaspekte geben. Kleine Unternehmen haben noch etwas Vorlaufzeit und müssen ab spätestens 2028 damit rechnen. Dass ein Mehraufwand stattfinden wird, steht außer Frage. Dennoch haben Unternehmen dadurch die Möglichkeit, bessere Auskunft an Stakeholder zu geben, die sich zunehmend für Nachhaltigkeitsfragen interessieren.

An Spannung wird es in diesem Jahr nicht fehlen! Welche Trends haltet ihr für wahrscheinlich? Gibt es noch andere Entwicklungen, die ihr für dieses Jahr prognostiziert?

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