• 13. Dezember 2023
  • Lukas Engelberg
Kreationsmitglied schaut auf Handy und betrachtet ihren digitalen Avatar.

Zwischen Realität und Deep-Fake – Rückblick auf die Social-Media-Welt 2023 und Aussichten auf das Jahr 2024

Es ist wieder so weit: Das Jahr nähert sich seinem Ende und es ist an der Zeit, die Welt der sozialen Medien auf ihre Veränderungen zu untersuchen. Wie hat sich Social Media im Jahr 2023 entwickelt? Und welche Highlights erwarten wir im neuen Jahr? In diesem Blogbeitrag lassen wir das Jahr 2023 Revue passieren und blicken erwartungsvoll auf die kommenden Monate! Bleibt gespannt, während wir euch ein Bild von der aktuellen Lage der sozialen Medien verschaffen und euch zeigen, worauf ihr achten müsst!

Hier sind unsere Top-5 interessantesten und aktuellen Entwicklungen in der Social Media Welt!

1.) Das Jahr der Künstlichen Intelligenz

2023 feierte  Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz seinen großen Durchbruch. KI ist inzwischen keine Seltenheit mehr und besonders große Unternehmen fördern ihren Einsatz intensiv. Insbesondere bei Medien, Technik und Telekommunikation wird die zunehmende Verwendung von KI stark sichtbar. Eine Studie von McKinsey zum globalen Einsatz von KI in unterschiedlichen Arbeitssektoren zeigt, dass in diesem Berufsfeld die Hälfte aller befragten Personen regelmäßigen bis intensiven Kontakt mit KI am Arbeitsplatz und im Privatleben haben. Auch wir bei Wake up Communications beschäftigen uns intensiv mit der Wirkkraft und Einsatzmöglichkeiten von Tools, die im täglichen Arbeitsalltag zum Einsatz kommen können. Insbesondere für unser Kreationsteam sind KI-assistierte Tools wie Photoshop (Beta) und KI-Bild-Upscaler eine sinnvolle Ergänzung. Weitere Informationen zum Einsatz von KI findet ihr auf unserer Landingpage.  Für das Jahr 2024 erwarten wir tolle neue Features in der Foto- und Videobearbeitung, die  die Aufarbeitung von Material beschleunigen und gleichzeitig zu einem besseren Resultat führen.

Wir empfehlen Unternehmen, sich unbedingt mit aktuellen Entwicklungen rund um KI auseinanderzusetzen und bei Bedarf sinnvoll zu implementieren!

2.) Der Meta…-Flop

Eines der größten Projekte der Social-Media-Welt war das Metaverse. 2022 gingen auch wir davon aus, dass dieses virtuelle Universum einen großen Einfluss auf die Welt der sozialen Medien nehmen könnte. Mit der Umbenennung der größten SoMe-Plattform Facebook zu „Meta” schien der Wandel Form anzunehmen. 36 Mrd. US-Dollar später und das versprochene Universum ist womöglich der größte Flop des Jahres. Das sogenannte Metaverse beschreibt eine virtuelle Welt, die in Form eines Online-Spiels namens “Horizon Worlds” erlebbar gemacht werden soll. Facebook plant, dass hier seit dem Jahr 2022 weit über eine halbe Millionen Menschen virtuell kommunizieren, Erfahrungen sammeln oder Dateien senden und empfangen. In seiner grundlegenden Struktur ähnelt Horizon Worlds Spielen wie VR-Chat, das seit 2017 viele VR-Fans online zu Rollenspielen und Kommunikation animiert. Doch für ein so teures Projekt wie das Metaverse, fühlt sich Horizon Worlds bis heute extrem leer an. Berichten zufolge haben heute nur knapp 9 % aller Räume mehr als 50 aktive Nutzerinnen und Nutzer – weit gefehlt von den erwarteten Zahlen. 

Wir warten ab, ob das Metaverse zukünftig an Popularität gewinnen kann, doch seit seinem Hoch nach Veröffentlichung sind die aktiven Spielerzahlen rückläufig. Für das Jahr 2024 steht also für Meta und ihr Metaverse viel auf dem Spiel. 

3.) Gen-Z und Tik-Tok definieren UGC

UGC, also User-Generated-Content, punktet in den sozialen Medien immer mehr. Durch seine Authentizität, einen verringerten werblichen Charakter und die Möglichkeit, viral zu gehen, erreicht UGC insbesondere junge Nutzerinnen und Nutzer. 2022 haben wir TikTok als einen Gewinner im SoMe-Umfeld erklärt und den Einfluss auf andere soziale Medien beschrieben. Dieser Trend hat sich 2023 fortgesetzt. Die Plattform ist mit ihren neuen Funktionalitäten oftmals Trendsetter im Social Media Umfeld und die für TikTok üblichen, schnellen und energiegeladenen Videos verbreiten sich auf vielen Plattformen. Unternehmen sollten also weiterhin einen starken Fokus auf videobasierte Inhalte im Hochformat setzen und UGC in ihre Kommunikationsstrategie einbinden, um auf diesen Plattformen gut anzukommen, die eigene Online-Präsenz zu stärken, Vertrauen aufzubauen und die Kundenbindung zu fördern. 

4.) B2B Corporate Influencer

User-Generated-Content ist eine ideale Methode, um Produkte mit authentischen Bewertungen lebendig darzustellen, doch in der B2B-Kommunikation und in der externen Wertevermittlung müssen Unternehmen auf weitere Methoden setzen. Der Einsatz von Corporate-Influencern im B2B-Umfeld ist dabei in den vergangenen Jahren zum echten Trend geworden. Corporate Influencer verknüpfen junge

Kameraarbeit - Wake Up Communications Blog

 Präsentationsmethoden der Influencer-Welt mit unternehmens- und fachspezifischen Inhalten, die es Unternehmen ermöglichen, diverse kommunikative Themen über einen Kanal zu verbreiten. Dazu zählen z. B. unternehmensrelevante Informationen, Ankündigungen, aber auch Einblicke in Unternehmenswerte, Arbeitsweisen, Arbeitsklima und Aufgabenbereiche, die für externe Stakeholder attraktiv und

authentisch vermittelt werden. Durch den Einsatz der Corporate Influencer können Unternehmen eine Arbeitgebermarke aufbauen und ihr Employer Branding optimieren. Dies fördert die Interne Kommunikation und ermöglicht Externen einen authentischen Einblick in Arbeitsabläufe, Aufgaben und Karrieremöglichkeiten.

5.) Zurück in die Realität

Der letzte Trend, den wir aufgreifen, wäre angesichts der Schnelllebigkeit des Internets nicht unbedingt zu erwarten. Mit Trend-Apps wie BeReal und zunehmender Angst vor Deep Fakes und anderen KI-manipulierten Inhalten sehnen sich Nutzerinnen und Nutzer von Sozialen Medien nach mehr Realität. Beiträge, die ohne Schnitt, ohne Filter und dafür mit Klartext, Natürlichkeit und kleinen Imperfektionen präsentiert werden, kommen sehr gut an. Diese Entwicklung geht mit der Bildung einer neuen Art von Influencern einher – den Sinnfluencern. Diese setzten auf Naturverbundenheit, Aufklärung, Akzeptanz, Body Positivity und Eigenverantwortung. Sich an diesen Trend anzupassen ist durchaus zeitgemäß, doch die Präsentation von Natürlichkeit mit ungeschnittenen Beiträgen bietet besondere Herausforderungen. Der Beitrag muss schnell das Interesse der Zuschauer wecken, dabei jedoch auf übertriebene Aussagen, hohe Geschwindigkeiten und Schnitte verzichten. Hier ein gutes Mittelmaß zu finden, setzt viel Übung und Kenntnis über die eigene Zielgruppe voraus und ist für Unternehmen eine große Herausforderung.

Zusammenfassend lässt sich also erkennen, dass im vergangenen Jahr einige Dinge gleich geblieben sind, wie der intensive Fokus auf videobasierte Beiträge sowie die wachsende Verwendung von KI. Doch ein Blick auf das scheiternde Metaverse zeigt, wie rasant sich die Erwartungen im Netz wandeln können. B2B-Influencer und User-Generated-Content sind die neuen Wege, diverse Zielgruppen zu erreichen und durch die steigende Verwendung von KI in allen Arbeitsbereichen scheint es so, also würden natürliche Inhalte dem Sensationalismus die Stirn bieten. 

Wir bleiben gespannt, was das Jahr 2024 mit sich bringt. 

 

Was haltet ihr von den genannten Entwicklungen? Kommen KI, UGC und Corporate Influencer bereits bei euch zum Einsatz? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Schreibt uns gerne auf unseren Social-Media-Kanälen!

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