• 8. Februar 2023
  • Patricia Rips
Wake up Communications: Wie Unternehmen Instagram Facefilter für ihr Marketing nutzen können

Wie Unternehmen Instagram Facefilter für ihr Marketing nutzen können

Ob Hundeohren, Make-up oder ein Quiz: Wer auf Social Media unterwegs ist, hat sicherlich schon den ein oder anderen Facefilter entdeckt und ausprobiert. Die Effekte sind durch Snapchat bekannt geworden und wurden schnell von anderen Netzwerken wie Instagram und TikTok adaptiert. Dabei sind die Facefilter mehr als nur Spielereien – in ihnen schlummert großes Potenzial für Marketingkampagnen und damit mehr Reichweite.

Instagram Facefilter: Was dahinter steckt

Facefilter sind Effekte, die sich auf die abgebildete Person bzw. auf ihr Gesicht beziehen. Ein Facefilter kann einem eine Brille, einen Bart oder Sommersprossen verpassen oder die Größe von Augen und Nase verändern. Inzwischen gibt es auch Botschaften und Spiele wie “Würdest du eher..?”. 

Snapchat Facefilter

Angefangen hat der Hype auf Snapchat (2011 gegründet). Am bekanntesten ist dort wohl der Hundeohren-Filter. 2017 haben die Netzwerke Instagram und Facebook nachgezogen und bieten seitdem ebenfalls Facefilter an, zunächst jedoch nur für Privatpersonen. Die Möglichkeit für Unternehmen, selbst Facefilter zu erstellen, kam erst später.

In der Instagram App findet man die Facefilter, indem man auf der Startseite mit einem Swipe nach rechts die Kamera öffnet. Die Filter erscheinen dann unten im Bildschirm in den runden Buttons. Auf der linken Seite sind die gespeicherten Favoriten-Filter, auf der rechten Seite gibt es Filter-Vorschläge, die beispielsweise aktuell trenden. Wenn man nach ganz rechts durchswiped, gelangt man zur Suchfunktion, wo es weitere Filter zu entdecken gibt. Einmal einen Facefilter ausgewählt, lässt sich schnell und einfach ein cooles Selfie schießen und in der Story hochladen. 

Mit Facefiltern lassen sich Selfies also ganz einfach in etwas besonderes und unterhaltsames umwandeln. Sie werden vor allem von jungen Leuten genutzt, mit Freunden geteilt und spielerisch angewendet. Facefilter sind aber nicht nur ein Trend der Generation Z. Sie sind eine gute Möglichkeit, um Statements zu setzen oder auf ein bestimmtes Profil einer Marke oder eines Unternehmens aufmerksam zu machen. Durch den richtigen Einsatz generieren sie auch noch eine enorme Reichweite.

So lassen sich Instagram Facefilter erstellen

Facebook hat 2019 eine frei zugängliche Software namens Spark AR Studio zur Erstellung von virtuellen Effekten auf den Markt gebracht. Darin sind unter anderem Templates enthalten, Gestaltungselemente und Inspirationen enthalten, wodurch Instagram Facefilter ohne tiefgreifende technische Kenntnisse erstellt werden können.

Doch bevor es an die Erstellung geht, gilt es im ersten Schritt, ein Konzept auszuarbeiten. Welche Funktionen sollen genutzt werden, welches Ziel wird verfolgt, soll ein Produkt präsentiert werden oder geht es um unterhaltsamen Content? Dazu lohnt es sich auch, aktuelle Trends und Funktionen zu berücksichtigen. Der Kreativität wird hier keine Grenze gesetzt.

Anschließend geht es an die Erstellung des Facefilters. Genaue Tutorials gibt es dazu bei Facebook. Wenn der Filter erstellt wurde, wird dieser bei Spark AR Hub hochgeladen und von Facebook geprüft. Es wird beispielsweise kontrolliert, ob der erstellte Facefilter die Gesichtsproportionen einer Person verändert. Facebook möchte so verhindern, dass Werbung für plastische Chirurgie gemacht wird. Die Überprüfung kann ein paar Tage dauern, doch ist dieser genehmigt, kann der Filter dann auf Instagram (und Facebook) von den Nutzern verwendet werden.

Instagram Facefilter als Marketingtool

Da die Social-Media-Plattformen übersättigt sind, muss man einen Weg finden aufzufallen und als Unternehmen aus der Masse herauszustechen. Filter bieten da die Möglichkeit für Innovation und damit zum Gesprächsthema zu werden.

Es gibt aber noch weitere Gründe, die für Facefilter als Marketingtool sprechen:

Conversion durch Facefilter: Produkte lassen sich über Facefilter in Szene setzen und für den Nutzer/potentiellen Kunden virtuell erlebbar machen. Sei es eine Sonnenbrille, ein Lidschatten oder eine neue Haarfarbe – das Ausprobieren und damit verbundene Erlebnis kann die Kaufentscheidung beeinflussen. Denn immerhin gilt immer mehr das Motto: erst testen, dann kaufen! Wer also eine visuelle Testfunktion anbietet, schafft einen klaren Wettbewerbsvorteil. 

Als Unternehmen aus der Masse herausstechen und zum Gesprächsthema werden

Interaktionen mit der Marke: Nutzer, die den Filter eines Unternehmens oder einer Marke aufrufen, sehen nicht nur ein Produkt, sie interagieren mit der Brand. Ob ein lustiges Spiel oder ein Style, der adaptiert wird und cool aussieht, die Interaktion führt zu einem positiven Markenerlebnis und das Unternehmen bleibt im Gedächtnis auch Branded Effect genannt. 

Die Verbreitung des Facefilters: Hat ein Facefilter Potential, stehen die Chancen gut, dass dieser viral geht und die Reichweite eines Unternehmens oder einer Marke extrem steigert. Je mehr Nutzer den Filter anwenden und in der Story teilen, desto mehr zusätzliche Nutzer werden erreicht. Denn mit nur einem Klick können diese das Unternehmensprofil aufrufen, den Facefilter ausprobieren und selbst teilen. 

Der Startschuss für eine erfolgreiche Facefilter-Kampagne

Damit ein Facefilter eine virale Reichweite erzeugt, müssen die Nutzer auf den Effekt aufmerksam gemacht werden. Die Filter sind zwar an verschiedenen Stellen in der Instagram App auffindbar (beispielsweise über die Kamerafunktion wie oben beschrieben, oder aber auch auf dem Unternehmensprofil im Effekt-Tab, neben dem Beitrags- oder Reel-Tab). Es gibt aber weitere Wege, um auf einen Facefilter aufmerksam zu machen.

Zum einen kann ein Gewinnspiel für den Startschuss des eigenen Instagram Facefilters genutzt werden. Unter allen Nutzern, die den Filter verwenden und posten, wird ein attraktiver Gewinn ausgelost. Zum anderen kann eine Influencer-Kooperation dazu genutzt werden, auf einen Filter aufmerksam zu machen. Der erstellte Influencer Content lässt sich zusätzlich als Branded Content Ad bewerben.

Die genannten Methoden lassen sich auch kombinieren und in eine Kampagne integrieren. Im Spark AR Studio sind zudem Insights einsehbar (wie Impressionen, Aufnahmen oder geteilte Effekte), die eine anschließende Erfolgskontrolle leichter machen.

Fazit: Branded Effects als wirkungsvolles Marketingtool

Facefilter sind bereits in den Instagram Storys etabliert und bereiten den Nutzern eine Menge Spaß. Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, sein Unternehmen oder seine Marke in Facefiltern darzustellen und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Damit der Filter viral geht, sind zwei Dinge wichtig: der Mehrwert muss vorhanden sein und der Filter muss den Impuls auslösen, ihn auch verwenden zu wollen. Nur so wird der Filter geteilt, versendet und die Reichweite gesteigert. Die Strategie ist also – wie so oft – das A und O!

Habt ihr schon mal einen Facefilter erstellt? Erzählt uns von euren Erfahrungen auf Social Media in den Kommentaren!

Themen:
  • Unternehmenskommunikation
  • Kampagne
  • Facefilter
  • Instagram

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