• 26. Juli 2021
  • Christiane Hermann
Teambuilding – Es kommt nicht auf die Größe an

Teambuilding – Es kommt nicht auf die Größe an

Der Titel mag zweideutig klingen … und soll es auch. Der Begriff Teambuilding beschreibt Personalentwicklungsmethoden, deren Ziel es ist, aus einzelnen Mitarbeiter*innen ein eingespieltes Team zu formen. Entsprechend kann ich mich mit meiner Überschrift sowohl auf die Größe des Teams als auch den Umfang der Maßnahme beziehen – also nicht, was ihr vielleicht gedacht habt. Was genau ich meine, verrate ich euch jetzt. 

Teambuilding à la Wake up Communications

Das Konzept hinter Teambuilding hat uns schon mehrfach (und auch kürzlich wieder) ins Phantasialand geführt, auf Erkundungstour nach Amsterdam und für ein Wochenende nach Schoorl. Sowohl kulinarische Erlebnisse bei einem Kochkurs als auch kulturelle Abstecher in die Oper standen auf dem Programm. Zusammen haben wir die Düsseldorfer Rheinkirmes unsicher gemacht und unser Glück beim Schwarzlicht-Minigolf probiert. Bei einer Wanderung sind wir auf Tuchfühlung mit Alpakas gegangen, trampelten uns in Tretbötchen über den Unterbacher See und haben sogar mal „etwas gemacht, bei dem schon Leute gestorben sind“ (= Bogenschießen). Bäms, das alleine zu den Maßnahmen, die ich in meinen sechs Jahren bei Wake up miterlebt habe – auf jeden Fall erstmal eine Ansage! Dabei finde ich allerdings weniger die Masse der Aktivitäten erwähnenswert, sondern vielmehr, wie diese erwachsen sind. Wenig bis gar nichts davon „mussten” wir explizit als Teamentwicklungsmaßnahmen labeln. 

Zusammenhalt in Zeiten von Corona

Teamevents ermöglichen vor allem neuen Kolleg*innen eine deutlich schnellere und bessere Integration in ein vorhandenes Team.

Meiner Meinung nach spricht das bereits dafür, dass der Teamgeist sich bei uns auch ohne gezielte Initiativen entwickelt hat. Sonst wäre es in all der Zeit schwierig gewesen, überhaupt Aktivitäten zu organisieren, bei denen wir einen gemeinsamen Nenner hatten. Dennoch: Wer unsere Kanäle fleißig verfolgt weiß, dass wir in den letzten Monaten personell aufgestockt haben. Da lag es auf der Hand, dass wir – sobald es die Corona-Maßnahmen und unsere Kalender zuließen – auch mal wieder etwas Besonderes miteinander erleben. Wie wichtig das ist, geht aus einem Artikel des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Gallup hervor: Das Gefühl der Isolation senkt bei Mitarbeiter*innen die Produktivität um bis zu 21 Prozent und in Zeiten von Homeoffice ist die Chance dafür einfach schneller gegeben.  Um das zu verhindern, befanden wir uns anstelle auf einer Kegelbahn zur Weihnachtsfeier letztes Jahr in einem Online-Escape-Room mit anschließendem skribbl.io. Vor einigen Wochen konnten wir unsere Kreativität bei einer virtuellen ArtNight ausleben. Einmal pro Monat treffen wir uns freitags zum After-Work-Zoom. Routine ist in Sachen Teambuilding nämlich enorm wichtig. Da Teamevents vor allem neuen Kolleg*innen eine deutlich schnellere und bessere Integration in ein vorhandenes Team ermöglichen, war der Trip ins Phantasialand Mitte Juli ein besonderes Highlight. Endlich haben wir uns alle mal wieder gesehen. Sind in Konstellationen auf die Achterbahn gegangen, die im Arbeitsalltag nicht so viele Berührungspunkte haben und nutzten die Wartezeiten, um ein bisschen zu plaudern und uns damit (noch) besser kennenzulernen. 

Die kleinen Dinge im Leben

Dieser Ausflug war auch deshalb wichtig, gerade weil die kleinen, aber feinen Begegnungen zwischendurch aktuell leider ausfallen. Jetzt schließt sich der Kreis zu meiner Überschrift. Für mich ist es auch Teambuilding, wenn wir zusammen die Mittagspause verbringen, erst essen, dann auf einen Spaziergang in den Volksgarten losziehen. Oder wenn wir Altweiber feiern, obwohl wir fast alle keine Karnevalisten sind, und dabei Activity spielen. Wenn zwei Leute beim Kaffeeholen auf einen kleinen Plausch in der Küche stehen bleiben und selbstverständlich auch dann, wenn gemeinsam ein herausforderndes Projekt wie eine Laufzeit oder eine Monday Night erfolgreich abgeschlossen wird.  Trotz der Tatsache, dass ich auf die großen Erlebnisse auch niemals verzichten möchte, zahlt dieser auf den ersten Blick vielleicht alltägliche, unbedeutende „Kram“ darauf ein, miteinander arbeitende Menschen zu einem Team zu machen. Denn wenn es da nicht funktioniert, wird auch nicht die spektakulärste Aktivität der Welt ihren Zweck erfüllen!  Mitunter ist es aber natürlich sehr wohl sinnvoll, im großen Stil in Teamentwicklung zu investieren, damit das Team reibungslos Hand in Hand arbeiten kann. Zum Beispiel wenn in großen Unternehmen das nächste Projekt ansteht, für das eine neue Task Force gebildet werden muss, oder nach der Gründung eines Start-ups. In solchen Situationen treffen schließlich verschiedenste Persönlichkeiten aufeinander, die sich oft noch nie zuvor gesehen haben. 

Zufriedenheit und Effizienz – ein Dream-Team

Doch auch in diesen Fällen rate ich von bestimmten Maßnahmen ab. Zu aufgesetzte Aktivitäten haben selten wirklich den Effekt, der erzielt werden soll, weil sie nicht authentisch sind. Mir graut es beispielsweise vor Spielchen wie dem Spinnennetz oder dem Tower of Power (googelt einfach mal) und es sträuben sich mir schon bei der Vorstellung die (hoffentlich nicht besonders ausgeprägten) Nackenhaare. Müsste ich so etwas machen, würde ich mich gezwungen fühlen und würde nicht richtig aus mir herauskommen. Damit alle mitziehen, sollten sich die Teilnehmer*innen wohl fühlen. Geht es darum, aus ihnen eine wertvolle Einheit zu machen, sollte auch das Team und dessen Wünsche bei der Planung von Maßnahmen einbezogen werden.  Unternehmen sollten das allein aus dem Grund beherzigen, weil gut funktionierende Teams ihr wertvollstes Kapital sind. Kommen wir zum Schluss noch zu den „harten“ Fakten. Laut TeamBuilding hat eine Untersuchung vom MIT’s Human Dynamics Laboratory ergeben, dass Teamerfolg und Leistung maßgeblich davon abhängen, ob wir Gelegenheit haben, uns außerhalb von offiziellen Gesprächen und Meetings auch auf eine informelle Art und Weise mit unseren Kolleg*innen auszutauschen.  Machen wir uns nichts vor: Das Hauptziel von Teamentwicklungsmethoden ist in erster Linie die Steigerung von Effektivität und Effizienz des gesamten Teams, etwa weil sie bessere Abstimmungsprozesse zur Folge haben. Doch daneben sollte auch der Spaß und die Abwechslung nicht zu kurz kommen, damit es überhaupt genug Futter gibt, später auf dem Flur oder in der Mittagspause dann auch mal in Erinnerungen zu schwelgen und darüber zu quatschen. Welche Teambuilding-Maßnahmen kennt ihr und wie steht ihr dazu? Hinterlasst uns gerne einen Kommentar mit eurer Meinung! 
Themen:
  • Team
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  • After Work Zoom

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