• 17. Mai 2023
  • Annabelle Lach
Patricia, Chrissy und Annabelle von Wake up auf der OMR

Wake up goes OMR – zwei Tage voller Eindrücke, Emotionen und KI

Anfang Mai hieß es Koffer packen für einen Teil von Team Wake up. Denn wir, Annabelle, Patricia und Chrissy, machten uns auf den Weg nach Hamburg zur OMR. Das Online Marketing Rockstars Festival, kurz OMR, ist eine alljährlich stattfindende Messe mit Konferenzprogramm für digitales Marketing in Hamburg. Das Event lädt zu zwei Tagen voller Vorträgen, Stars und Partys ein. Aber auch auf diesem Event ist das Thema Künstliche Intelligenz allgegenwärtig und viel besprochen.

Viele Menschen, viel Input und wenige Masterclasses

In diesem Blogbeitrag haben wir euch unsere Highlights der Veranstaltung zusammengefasst. Den Anfang macht Annabelle.

Der erste Tag auf der OMR war vollgepackt mit den verschiedensten Eindrücken. Das OMR Zeichen Wake up Es dauerte ein paar Stunden, bis ich mich an die Menschenmassen um einen herum gewöhnt hatte. Mein Highlight stand bereits am Dienstag an: meine (einzige) Masterclass zum Thema „Reels in Reality“ von Meta. Bei dieser wurde das Reel-Format auf Instagram und Facebook tiefergehend erklärt. Besonders spannend waren hier die Insights aus Creator- und Koordinator-Sicht. Hierfür waren Gäste von der Otto-Gruppe und Aldi Süd am Panel beteiligt. Nach der Masterclass ging es dann mit einem Vortrag zum Thema „Machen Frauen die besseren Podcasts“ weiter. Bei diesem diskutierten zwei meiner Lieblings-Podcasterinnen mit Laura Larsson, ob die Podcast-Welt immer noch eher männlich dominiert ist und wie sich das ändern lässt.
Sehr erschöpft ging es dann am Dienstagabend zurück in die Unterkunft und am Mittwoch wieder früh raus, denn es hieß Tag zwei der OMR 2023!

Dieser war geprägt von noch mehr interessanten Vorträgen. Dieses Mal hatte ich mir aber einen Plan gemacht, um auf den kürzesten Wegen zwischen den Bühnen zu pendeln. Oft blieb ich dann einfach an den verschiedenen Stages sitzen und hörte mir die unterschiedlichen Vorträge an. Mein Highlight am Mittwoch war definitiv der Vortrag von Zaria Parvez, die erläuterte, wie sie mit viel Kreativität, einem minimalen Werbebudget und einem Eulen-Anzug das Thema Duolingo und Sprachen lernen auf TikTok viral gehen ließ. Zum Ende des Vortrags gab sie uns noch eine ganze Liste an Ressourcen mit, damit wir auch nach dem Vortrag noch tiefer in das Thema steigen können.

Das Festival der Emotionen

Weiter geht es mit Patricia, die uns von ihrem emotionalen Höhepunkt auf der OMR erzählt.

Mein absolutes Highlight des OMR Festivals war zweifellos mein Fangirl-Moment mit Carmushka alias Carmen Kroll!Patricia von Wake up mit der Influencerin Carmushka Eigentlich wollte ich mir nur ihren Vortrag anhören, der als allererstes auf meinem Timetable stand. Sie sprach über die Klischees der Influencer-Branche und zeigte, wie viel Arbeit hinter ihrem Business steckt und wie sie es geschafft hat, mehrere Unternehmen aufzubauen. Was niemand vorher geahnt hat: Carmen verteilte nach ihrem Talk einige Exemplare ihres Magazins „Things We Write“ und inszenierte so ein kleines Meet & Greet mit ihren „Carmushkis“, wie sie ihre Fans und Follower liebevoll nennt.

So hatte jeder die Möglichkeit, mit ihr zu sprechen und ein Foto zu machen. Schließlich war mein Moment gekommen: Ich stand vor Carmen, DER Carmen Kroll! Eine Powerfrau, die einiges in ihrem Leben erreicht hat. Dennoch ist sie super nahbar und bodenständig und redet offen darüber, welche Hürden das Leben manchmal mit sich bringt. Mit ihr verbinde ich auch etwas ganz Persönliches, wovon ich ihr erzählte und da waren wir auch schon beide am Weinen und alle anderen um uns herum gleich mit. Ein unvergesslicher Augenblick!

Gesellschaftlich relevanten Themen eine Bühne bieten – aber leider nur am Rande

Wer unsere Storys aus Hamburg verfolgt hat, weiß bereits: Chrissys Highlight war die 5050 Stage, auf der sich von Diversität bis Vereinbarkeit alles rund um eine gerechtere Arbeitswelt drehte. Wieso? Lest selbst:

Eigentlich finde ich, dass der Begriff oft unberechtigterweise sehr inflationär benutzt wird – dennoch muss ich eingestehen, dass viele der Sessions auf meiner Lieblingsbühne sehr empowernd waren. In dieser Hinsicht ist mir besonders der Vortrag der Aktivistin Düzen Tekkal im Kopf geblieben, die von ihrer Arbeit, aber auch ihrem persönlichen Hintergrund berichtet hat und obwohl sich ihr Appell für mehr Selbstbewusstsein auf die Sammlung von Spenden bezog, so hat er meiner Meinung nach doch eine universelle Bedeutung: Wer nichts fordert, bekommt auch nichts!

Ebenfalls in Erinnerung bleiben wird mir, wie Soziologin Prof. Dr. Jutta Allmendinger Statistiken zur Gleichberechtigung auseinandergenommen hat und Diskriminierung in der Gesellschaft aufgezeigt hat: So werden Männer mit 2,5 Monaten Elternzeit im Lebenslauf in Bewerbungsprozessen anders behandelt als weibliche Kandidatinnen mit den gleichen Voraussetzungen. Diese wurden in einem Experiment nämlich regelmäßig u.a. mit der Begründung abgelehnt, dass sie sich lieber mehr Zeit für ihr Kind nehmen sollten.

Doch wie kann es überhaupt zu solchen Entwicklungen kommen? Das hat Annahita Esmailzadeh mit ihrer Keynote dargelegt. Phänomene wie Konformitätsdruck und Halo Effect begünstigen die Bildung homogener Gruppierungen – auch im Arbeitsalltag. Doch aus verschiedenen Gründen sollte es im Interesse von Unternehmen liegen, eine Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Mitarbeitenden repräsentiert fühlen. Mein Learning aus einer späteren Paneldiskussion: Das lässt sich schon mit ganz einfachen Mitteln erreichen, z. B. indem nach den Pronomen von Bewerbern gefragt wird.

Was allerdings sehr bezeichnend war: Um zur 5050 Stage zu gelangen, musste ich erstmal eine kleine Odyssee unternehmen. An mehreren Stellen einer Halle, in deren ersten Etage mein Ziel liegen sollte, fuhr ich mit der Rolltreppe nach oben, nur um festzustellen, dass Absperrungen und Aufbauten mein Weiterkommen behinderten. Tatsächlich musste ich dann sogar erst einmal das Gelände offiziell verlassen, bevor ich da ankam, wo ich hin wollte. Oder um es mit den Worten einer Speakerin zu sagen: Eine so wichtige Bühne war leider nur Nebenschauplatz des eigentlichen Festivals. Schade, aber der Weg dahin hat sich dennoch absolut gelohnt!

Unsere ehrliche Meinung zur OMR

Unser Fazit der OMR 2023 ist also, dass es viel zu sehen und zu erleben gibt.Wake up sagt By Bye OMR Jedoch haben wir bemerkt, dass das Event viel mehr auf Entertainment als auf die Vermittlung von Fachwissen und Expertise ausgelegt ist. Die Messe war dennoch eine tolle Veranstaltung mit vielen Impulsen, die wir mit nach Hause genommen haben.

Deswegen freuen wir uns schon auf das nächste Jahr und sind gespannt, welches Thema dann am stärksten diskutiert wird.
Wer mehr über das Thema KI erfahren möchte, sollte in unsere neue Podcast-Folge reinhören, welche am 26. Mai veröffentlicht wird. Folgt uns auf Social Media, um diese nicht zu verpassen!

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Themen:
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