• 22. März 2023
  • Patricia Rips
Wake up Communications: Inszenierung Nachhaltiger Chemie auf Social Media

Wie inszeniert man Nachhaltige Chemie in Social Media? (Teil 2)

Im ersten Teil unseres Blogbeitrags “Wie inszeniert man Nachhaltige Chemie in Social Media? (Teil 1)” ging es darum, warum das Thema Nachhaltige Chemie für alle relevant ist. Chemie ist in vielen Lebensbereichen des Menschen wiederzufinden und kann sich negativ auf unsere Gesundheit und Umwelt auswirken. Uns ist es wichtig, universell wichtige Themen professionell aufzubereiten und ihnen Gehör zu verschaffen. Deshalb haben wir an einer öffentlichen Ausschreibung des ISC3 teilgenommen und über das Thema Nachhaltige Chemie informiert und sensibilisiert. In diesem Blogbeitrag lassen wir euch an diesem aufregenden Projekt teilhaben und führen euch noch ein Stückchen mehr in die Welt der Nachhaltigen Chemie ein.

Wie alles begann

Im Jahr 2002 wurde auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen vereinbart, dass Chemikalien bis 2020 so produziert und eingesetzt werden, dass signifikante negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt minimiert werden. Dieses Ziel wurde allerdings verfehlt. Aktivitäten, die ein weltweit effektives Management von Chemikalien sicherstellen, müssen also verstärkt und auch gefördert werden. Im Lebenszyklus von Chemikalien müssen ökologische, ökonomische und soziale Aspekte einbezogen werden. Um diesen Ansatz umzusetzen, bedarf es auch einer geeigneten Plattform, auf der interessierte Akteure regelmäßig Informationen austauschen können. Deshalb hat das Umweltbundesamt 2017 das International Sustainable Chemistry Collaborative Centre (ISC3) mit Sitz in Bonn gegründet.

Ziel des ISC3 ist es, die nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen der Chemie weltweit voranzutreiben. Dabei sind Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit über unterschiedliche Kanäle, wie Website und Social Media, von zentraler Bedeutung. Über sie will das ISC3 Informationen und Wissen zu Nachhaltiger Chemie verbreiten und bei den relevanten Zielgruppen Aufmerksamkeit erzielen. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung wurde nach geeigneten Kommunikatoren für diese Aufgabe gesucht.

Challenge accepted

Dieser Herausforderung wollten wir uns stellen und haben uns mit einem ersten ausgefeilten Konzept beworben, womit wir – wie man sich vielleicht denken kann – überzeugt haben. Wir hatten nun sechs Monate Zeit, eine Strategie zu entwerfen und die Social-Media-Kommunikation zu optimieren, um eine internationale Sichtbarkeit zu erreichen.

Sechs Monate Social-Media-Kommunikation hört sich doch erst einmal überschaubar und unkompliziert an. Doch ist es eine besondere Aufgabe, ein so komplexes Thema wie Nachhaltige Chemie greifbar und für die breite Masse zugänglich zu machen. Auch die Vielzahl der Felder, auf denen das ISC3 aktiv ist, mussten für diverse Akteure und Zielgruppen inhaltlich sinnvoll gewichtet, priorisiert und aufeinander abgestimmt werden. Unsere Inhaberin Nadja Amireh erinnert sich: “Die größte Herausforderung bei diesem Projekt war es, die Komplexität der unterschiedlichen Zielgruppen, Botschaften und Aktivitäten des ISC3 strategisch zu koordinieren und kommunikativ gezielt auszuspielen.“

Unsere komplexe Aufgabe bestand also darin, über die Kanäle Facebook, LinkedIn und Twitter die Relevanz Nachhaltiger Chemie langfristig und nachhaltig bei den Zielgruppen präsent zu machen. Zudem sollten wir neue Interessenten gewinnen und mit unserer Kommunikation dazu anregen (bestehende) Partnerschaften zu erweitern – und all das in einem sehr begrenzten Zeitrahmen.

Die Strategie ist der Schlüssel

Als Profis wissen wir, wie wir derartige Herausforderungen angehen: Eine fundierte Strategie sowie eine außerordentlich gute Planung sind das A und O. Die Ausarbeitung der Social-Media-Strategie haben wir begonnen, indem wir die bisherigen Aktivitäten und inhaltlichen Schwerpunkt weiterer Akteure, die sich mit dem Thema „Nachhaltige Chemie“ befassen, analysiert haben. Im nächsten Schritt haben wir die Gewichtung der unterschiedlichen Themenfelder des ISC3 definiert, überprüft, welche Key Messages wir vermitteln möchten, die Ansprache zwischen Fachpublikum und allgemeiner Öffentlichkeit differenziert, welche Zielgruppen wir auf welchem Kanal adressieren möchten und vieles mehr. Auf dieser Grundlage haben unsere Projektmanager in Zusammenarbeit mit unserer hauseigenen Kreation unterschiedlichen und abwechslungsreichen Content entwickelt. Dazu gehörten Event-Ankündigungen, Infografiken, Zitatgrafiken uvm.

Um den Erfolg unserer Arbeit zu messen, haben wir kurz-, mittel- und langfristige Ziele mit entsprechenden KPI definiert und in der vorgegebenen Zeit sogar weit übertroffen. Auch der Einsatz von Social Media Advertising hat unsere Reichweite und Interaktionsrate zusätzlich gesteigert.

Das sind unsere Learnings

Das Projekt “ISC3” war ziemlich herausfordernd, hat aber dennoch eine Menge Spaß gemacht. Jeder, der an dem Projekt beteiligt war, hat einiges für sich mitgenommen und für zukünftige Projekte etwas dazu gelernt.

Am Ende eines Projektes ist es für uns immer wichtig, darüber zu sprechen, was gut oder vielleicht sogar weniger gut lief und auch festzuhalten, welche Learnings wir aus dem Projekt mitnehmen. Unsere Projektmanagerinnen Patricia Rips und Julia Hartlap sowie Inhaberin Nadja Amireh ziehen unterschiedliche Resumees.

1. Vorbereitung: Bei einem so umfangreichen Projekt ist es wichtig, alles, was vorbereitet werden kann, schon zu Beginn der Zusammenarbeit zu erledigen. Seien es Analysen, Content-Erstellung oder eine Aufschlüsselung über die potentiellen Zielgruppen.” (Julia Hartlap)

2. Zeitmanagement und Organisation: “Das Projekt hat mir gezeigt, wie wichtig Zeitmanagement und eine gute Organisation sind. Sowohl für interne Prozesse als auch beispielsweise Meetings und Abstimmungen mit den Kunden, um alles im Blick zu behalten und Timings einhalten zu können.” (Patricia Rips)

3. Kommunikation: “Mir ist bei der Zusammenarbeit besonders bewusst geworden, wie wichtig der regelmäßige und auch häufige Austausch mit dem Kunden ist, denn gerade bei Freigabeprozessen ist der „kurze Dienstweg“ oftmals sehr hilfreich, damit nichts ins Stocken gerät.” (Nadja Amireh)

Ein Blick in die Zukunft

Komplexe Themen wie Nachhaltige Chemie auf Social Media zu inszenieren, ist herausfordernd. Dieses Projekt hat uns darin bestärkt, auch in Zukunft mit Partnern aus dieser Branche zusammenzuarbeiten und relevanten Themen Gehör zu verschaffen. Seit kurzem unterstützen wir das Social Media Management des weltweit führenden Anbieters von Spezialchemie Evonik. Hierzu möchten wir jedoch nicht zu viel verraten. Haltet für mehr Informationen und Insights in das neue Projekt auf Social Media die Augen offen!

Themen:
  • Social-Media-Strategie
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  • Kommunikationsstrategie
  • Nachhaltige Chemie
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  • Evonik

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