• 18. Juni 2019
  • Christiane Hermann
Stay Curious! Unsere 15 Gründe für das Fifteen Seconds Festival Blog

Stay Curious! Unsere 15 Gründe für das Fifteen Seconds Festival

 

Header Photo: © Fifteen Seconds | Niki Pommer

Wer weiß, wenn wir technisch weiter wären und uns beamen könnten, dann wäre vielleicht schon bei unserer Anreise der Name des Fifteen Seconds Festival Programm gewesen und wir hätten uns innerhalb von 15 Sekunden von Düsseldorf nach Graz teleportieren können. So aber schreiben wir Mittwoch, den 5. Juni 2019, 10:30 Uhr, als Sabrina und ich in die steiermärkische Landeshauptstadt aufbrechen, wo wir knappe 8,5 Stunden später nach einer kleinen Odyssee ankommen werden. Passend zum Veranstaltungsmotto natürlich neugierig auf das, was uns erwarten wird. Seit 2014 dient das Fifteen Seconds Festival als Plattform, auf der Austausch, Weiterentwicklung und Zukunftsgestaltung groß geschrieben werden. Für Wake up Communications ist es jedoch der erste Besuch auf dem Event. Wieso dieser sich trotz oder gerade auch wegen der langen Anfahrt gelohnt hat, verraten wir euch jetzt. Lest welche Eigenschaften das Fifteen Seconds Festival zu einem Pflichttermin machen. Viel Spaß!

Die inspirierende Opening Session von den Co-Foundern Thiemo Gillissen und Stefan Stücklschweiger war in diesem Jahr ein Plädoyer dafür, dass wir uns alle wieder mehr auf die Neugierde unserer Kindheit zurückbesinnen sollten. Deshalb haben sie sich 2019 für das Motto Stay Curious entschieden und das passt wie die Faust aufs Auge. Denn mit der Kombination aus den unterschiedlichsten Themenbereichen wendet sich das Event an „alle, die niemals zu lernen aufhören” und „jene Menschen, denen die fortlaufende Auseinandersetzung mit neuen Technologien, Methoden, Denkansätzen keine Anstrengung bedeutet, sondern Faszination und Freude.” Und wir können festhalten: Unsere Neugierde wurde befriedigt!

Die logische Schlussfolgerung von 6.127 Besuchern und über 300 Speakern ist Interdisziplinarität, versteht sich von selbst, oder? Falls nicht, hier die Erklärung: Die Festival Areas Business, Science, Mobility und Technology bedienten neben den offensichtlichen Schwerpunkten auch die Themen Growth, Culture sowie Media und spiegelten so sehr gut die unterschiedlichsten Branchen der Gäste wider. Von Marketing über Biohacking und autonomen Fahren bis hin zu Leadership: Die Community war nicht nur bunt gemischt, sondern auch vielseitig interessiert! Und dem damit verbundenen Anspruch wird die Veranstaltung unserer Meinung nach auf jeden Fall gerecht und wir waren wirklich begeistert, Teil des Ganzen zu sein.

Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, Prototyping, Blockchain – was sich liest wie ein Marketing-Buzzword-Bingo umfasst nicht mal ein Drittel der Themen, die beim Fifteen Seconds Festival thematisiert wurden. Selten haben wir uns bei einer Konferenz so viele Notizen gemacht, sind so gestärkt und mit neuen kreativen Ideen nach Hause (und ins Büro) gekommen wie nach dem Fifteen Seconds Festival. Besonders beeindruckt sind wir von der Nachhaltigkeit der Vorträge: Statt schnöder Produktplatzierungen wurden uns neue Denkansätze, spannende Projekte und viele hilfreiche Tipps mitgegeben, die wir jetzt im Team diskutieren und vielleicht sogar neu bei uns einführen. Ihr dürft gespannt sein. ;-)

Um zu verstehen, wie umfangreich und vielfältig das Fifteen Seconds Festival thematisch aufgestellt ist, muss man da gewesen sein. Am ehesten lässt es sich wohl so beschreiben: Wir haben nicht nur über den Tellerrand geschaut, wir haben gleich das Restaurant gewechselt. Wir waren nicht nur an der Media Stage, sondern saßen auch häufig an den Bühnen Culture und Growth, aber auch zu Mobility und schlussendlich zum „Most connected Man on Earth” Chris Dancy an der Technology Stage haben wir uns verirrt. Theoretisch hätten wir an der Science Stage sogar die Möglichkeit gehabt, der NASA oder Professoren aus Harvard zu lauschen - aber seien wir ehrlich, wir sind Social Media-Experten, keine (Raketen-)Wissenschaftler.

Mit Vorträgen, Sessions, Panels oder wie auch immer man dieses Konstrukt aus Redner und Publikum nun nennen mag, ist es so eine Sache. Versteht der Speaker sein Metier, kann er die Zuhörer mitreißen und sein Talk zum Highlight eines Events werden. Es kann aber auch in einer Frontalbeschallung enden. Zum Glück haben wir das auf dem Fifteen Seconds Festival nicht erlebt, aber für den Notfall gab es auch noch zwei Workshop Tracks. Dafür war zwar eine Anmeldung erforderlich, die wir dringend empfehlen, um sich die Chance auf ein bisschen Abwechslung zwischendurch zu sichern ... tatsächlich war das aber nicht nötig.

Schon mal was von Dinner with a Stranger gehört? Die Idee dahinter ist es, gemeinsam mit einer neuen Bekanntschaft zu essen. Das Fifteen Seconds Festival hat genau dieses Format an beiden Veranstaltungstagen angeboten, aber das ist noch längst nicht alles. Anders als ich es von anderen Konferenzen oder Kongressen wie der re:publica kenne, die eher ein Klassentreffen von bereits bekannten und miteinander vernetzten Teilnehmern ist, gab es in der Stadthalle Graz jede Menge Networking-Möglichkeiten. Das Orga-Team gab sich große Mühe, es allen leicht zu machen, neue Kontakte zu knüpfen und so nicht nur das eigene Netzwerk, sondern auch den Horizont zu erweitern. Zum Beispiel mit den Aquarium Meetings, in denen die Besucher außerhalb der gewohnten Umgebung mit Unbekannten brainstormen konnten. Oder der Festival-eigenen App FS Match, die Treffen auf Basis von ähnlichen Interessen empfiehlt. Und last but not least mit den Connect Sessions, die dank Bällebad dann doch etwas re:publica-Spirit aufkommen ließen. Rund um das Bällchenbad lagen Fragekarten, die bestimmt das ein oder andere unerwartete Gespräch in Gang setzten. Den Beginn machte aber bereits die Opening Session, in der wir alle dazu aufgefordert wurden, uns mindestens einer Person vorzustellen, die wir noch nicht kannten. So schüttelten sich über 6.000 Personen die Hände und ich lernte Rosalie aus Wien kennen (Hi an dieser Stelle und schade, dass wir uns nicht nochmal über den Weg gelaufen sind).

Eröffnungsumtrunk im KatzeKatze am Mittwochabend, Pub Quiz am Donnerstag, After Show-Party am Freitag: Selbst nach dem eigentlichen Programm wurde es nicht langweilig und die Organisatoren haben auch „drum herum” viel auf die Beine gestellt. Chapeau!

Als wären das Hauptprogramm und die Side Events noch nicht ausreichend genug gewesen, gab es zusätzlich in der Expo Area viel zu entdecken. Wir konnten Virtual Reality ausprobieren, eine Drohne fliegen oder auch einfach nur mit der Carrera-Bahn spielen. Die Organisatoren schreiben selbst: „Wer sagt, dass man seinen Spieltrieb verlieren muss, umso älter man wird? Wir jedenfalls nicht, mit gutem Grund. Denn unsere Expo Area ist dazu gemacht, Tugenden in dir zu aktivieren, die gemeinhin als kindliche bezeichnet werden: grenzenlose Neugier.” Mit viel Liebe zum Detail haben sie dort eine bunte Spielwiese geschaffen für die, die sich vom schieren Wissensüberfluss ein wenig erholen mussten.

Der aufmerksame Blog-Leser und treue Wake-up-Follower wird es vor einem Jahr gelesen haben: Meine (Chrissys) größte Kritik an der re:publica 2018 waren die Räumlichkeiten, die es nicht jedem Konferenz-Teilnehmer ermöglichten, die ausgewählten Sessions zu besuchen. Beim Fifteen Seconds Festival war dies dank ausnahmslos offener Bühnen ganz anders! Wenn nicht mehr genug Sitzplätze verfügbar waren, hat sich das Publikum einfach unkompliziert an den Rand gestellt. Daumen hoch dafür!

Was vermutlich klingt wie ein riesiges Festival war derart gut komprimiert, dass wir schnell zwischen den Bühnen wechseln konnten, ohne dabei mehrere Kilometer Strecke zu machen. Vor allem dank des folgenden Punktes:

Auf dem Fifteen Seconds Festival hatte ich (Chrissy) noch ein weiteres re:publica-Wiedersehen: Da die Business Area gleich vier Stages beherbergte, waren zwei der Bühnen mit Kopfhörern ausgestattet, mit denen die Zuhörerschaft die jeweilige Session verfolgen konnte, ohne von der umliegenden Geräuschkulisse abgelenkt zu werden. Ein Konzept, das ich bereits kannte, aber hier noch eine Erweiterung fand: Denn zumindest den Vorträgen aus dem Startup Land hätten wir reinthereotisch via LiveVoice auf dem gesamten Festival-Gelände lauschen können.

Wir haben selten ein derart gut organisiertes Festival erlebt. Abseits der obligatorischen Übersichts- und Programmpläne stand gefühlt an jeder Ecke ein ehrenamtlicher Mitarbeiter, der mit Rat und Tat zu helfen wusste. Wer seinen Chef vorab von der Einzigartigkeit des Festivals überzeugen musste, für den hatten die Organisatoren auch ein wirklich treffend formuliertes Argumentationspapier vorbereitet (das ihr euch hier anschauen könnt). PS: Wir brauchten es nicht. Danke Nadja!

Der Moment, wenn dir im Zug Richtung Graz auffällt: „Ups, ich muss noch zur Bank.” Um dann beim Blick in den Eventplan festzustellen: „Kein Bargeld erlaubt.” Win!

Beim Einlass auf das Festival-Gelände erlebten wir einen kleinen Schock: keine mitgebrachten Getränke erlaubt, na super! Doch nur ein paar Schritte weiter folgte die Rettung. Denn auf dem Fifteen Seconds Festival standen überall gekühlte Getränke für jeden Geschmack herum. Serviert in Glasflaschen, biologisch abbaubaren Bechern oder Mehrweggläsern konnten wir uns jederzeit an Mineralwasser, Säften, Kaffee und Energy Drinks bedienen – so nachhaltig stoßen wir gerne auf ein gelungenes Festival an.

Mein (Sabrinas) Eisenbahnromantikherz schlug Purzelbäume, als wir von Wien Richtung Graz fuhren. Idylle pur. Nicht umsonst wurde die Semmering-Bahn zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Aber auch Graz ist definitiv eine Reise wert. Kleine Gassen, Kopfsteinpflaster, alte Häuschen – süße Stadt.

Das sind wir (Sabrina und Chrissy) zu Beginn unseres Abenteuers beim Fifteen Seconds Festival! Das sind wir (Sabrina und Chrissy) zu Beginn unseres Abenteuers beim Fifteen Seconds Festival!

Fazit: Um es mit Paulchen Panther zu sagen: Heute ist nicht aller Tage, wir kommen wieder, keine Frage! Stay tuned! :-D

Wenn ihr wissen wollt, welche Learnings wir vom Festival mitgebracht haben, dann meldet euch bei uns. Schreibt uns im sozialen Netzwerk eurer Wahl und wir teilen unsere Erkenntnisse gern mit euch!

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