• 8. Mai 2013
  • Nadja Amireh

Die Zukunft im Drogeriesektor

Euroforum hatte gerufen und alle kamen. Proppenvoll war das Auditorium beim Kongress „Die Zukunft im Drogeriesektor“, der im April 2013 in Düsseldorf stattfand. Der zweitägige Kongress fand bereits das 11. Mal statt und hatte auch diesmal wieder ein breites Programm und abwechslungsreiche Sprecher zu bieten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Professor Claudius Schmitz. Claudius Schmitz moderierte den Kongress Claudius Schmitz moderierte den Kongress Über die wachsende Bedeutung von Eigenmarken zum Schaden der Markenartikler sprach Mark Sievers (KPMG) in seinem Vortrag „Der Drogeriemarkt in Bewegung“, Jens Lönneker (Rheingold Salon) stellte die fast schon philosophische Frage, wie die Welt nach Schlecker noch zu retten ist und Elfriede Dambacher (Naturkosmetik Konzepte) und Gundula Böger-Heidenreich (Edeka) berichteten sehr kurzweilig darüber, wie der Lebensmitteleinzelhandel den Naturkosmetikmarkt erweitert. Hans-Willi Schroiff kennt sich aus mit Todsünden Hans-Willi Schroiff kennt sich aus mit Todsünden Der Höhepunkt des ersten Tages war für mich jedoch mein ehemaliger Henkel-Kollege Professor Hans-Willi Schroiff. Sein Spezialgebiet ist der Innovationsprozess zur Produkteinführung und in seinem Vortrag ging es um Todsünden. Diese gibt es nicht nur im religiösen Kontext, sondern auch beim Prozess der Produkteinführung kann so einiges schief laufen. Dies führt dann dazu, dass viele Produkte schon  nach einem Jahr nicht mehr auf dem Markt sind und Unternehmen einen enormen wirtschaftlichen Schaden haben. Spannende Praxisbeispiele sind dann auch in seinem neuen Buch zu finden, das zur Buchmesse 2013 erscheint. Am zweiten Tag des Kongresses sprach Edzard Meenen von L’Oréal über das Wachstum im Beautymarkt. Sehr spannend war auch die Session von Professor Marc Drüner (Trommsdorff + Drüner). Er zeigte anhand des Beispiels der Money Management Software Mint, wie freizügig Verbraucher mit der Währung „Daten“ umgehen, wenn sie den Nutzen (in diesem Fall Einsparpotenzial ihrer Geldausgaben z. B. bei Versicherungen, beim Tanken oder beim Zeitschriftenabo) eindeutig erkennen. Doch ich (Nadja Amireh) war nicht nur Gast beim Kongress, sondern auch als Sprecherin Teil des Programms. Um „Reputation und Positionierung deutscher Drogeriemärkte in Zeiten von Social Media“ ging es im gemeinsamen Vortrag von Stefanie Friedrichs von Landau Media und mir. Stefanie Friedrichs, Monitoring-Expertin aus Berlin Stefanie Friedrichs, Monitoring-Expertin aus Berlin Im ersten Part beleuchtete ich die Social Media Auftritte, inhaltlichen Schwerpunkte und die wahrgenommene Reputation der Ketten dm, Rossmann, Müller und Budnikowsky aus meiner Sicht als Kommunikationsexpertin. Mein Fazit ist keine Überraschung: Der Branchenführer dm wird in diesem Zusammenhang immer als leuchtendes Beispiel dargestellt und auch ich kann das nur bestätigen. Das Unternehmen ist sehr präsent, abwechslungsreich und stellt sich auf seine junge Zielgruppe ein, indem es z. B. den Mitmachgedanken bzw. Crowdsourcing zur Entwicklung und Optimierung von Produkten nutzt. Unternehmen wie Rossmann oder Budnikowsky setzen mehr auf Corporate-Themen und stellen die Mitarbeiter und das soziale Engagement stärker in den Vordergrund. Im zweiten Teil des Vortrags erklärte Stefanie Friedrichs anhand der Studienergebnisse von Landau Media, wie es um die Reputation der Drogeriemarktketten bestellt ist. Drei Monate lang hatte der Monitoringdienstleister beobachtet, was, wie und wo über die Drogeriemarktketten im Netz gesprochen wird. Das Ergebnis: Die Drogeriemarktketten sind in einer komfortablen Position, denn viele Fans sprechen sehr ausführlich, häufig und emotional über ihre Einkaufserlebnisse und sind sehr eng mit „ihrem“ Drogeriemarkt verbunden. Kritische Themen gibt es kaum.   Mein Fazit am Ende des Kongresses: Eine gute Mischung, abwechslungsreiche Themen und Gäste und für jeden war etwas dabei. Eben so wie ein gutes Drogeriesortiment sein sollte. Copyright Artikelbild: Fotolia Yuri Arcurs  
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