- 3. Januar 2024
- Nadja Amireh
Stellt euch vor, wir haben Januar 2025 und die aufgeweckteste Agentur für PR und Social Media Marketing erinnert sich an die Highlights, Herausforderungen und das Leben in der Agentur der Herzen im Jahr 2024.
Ist die Pressemitteilung noch zeitgemäß oder längst überholt? Kaum ein PR-Instrument wird so regelmäßig infrage gestellt. Zu lang, zu austauschbar, zu wenig relevant für den journalistischen Alltag. Und doch ist die Pressemitteilung weiterhin präsent. Nicht als Pflichtübung, sondern als Werkzeug, das bei richtiger Nutzung Orientierung bietet, Informationen bündelt und Redaktionen entlastet.
Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob wir Pressemitteilungen einsetzen, sondern wie. Denn Fakt ist: Redaktionen arbeiten heute unter völlig anderen Bedingungen als noch vor wenigen Jahren. Sparzwänge, Stellenabbau und steigender Outputdruck prägen den Alltag vieler Journalist:innen. Immer weniger Menschen müssen immer mehr Themen stemmen. Gerade Fachredaktionen sind davon stark betroffen.
In diesem Umfeld gewinnt eine gut gemachte Pressemitteilung wieder an Bedeutung. Social-Media-Posts rauschen oft schon nach einem Tag durch den Algorithmus. Eine Pressemitteilung dagegen ist nachhaltiger. Sie schafft Kontext, ordnet ein, liefert Zahlen, Hintergründe und Zitate und richtet sich an einen klar definierten Kreis von Redaktionen. Viele Fachmedien sind dankbar für strukturierte, inhaltlich relevante Informationen, die sie als Grundlage für eigene Artikel nutzen können. Nicht als fertiger Text zum Abschreiben, sondern als solide Arbeitsbasis.
Das Problem liegt selten im Format selbst, sondern in seiner Ausführung. Eine gute Pressemitteilung ist keine Werbebroschüre in Textform. Sie beantwortet journalistische Kernfragen schnell und klar: Was ist neu? Warum ist das relevant? Für wen? Und warum gerade jetzt? Sie ist verständlich geschrieben, sauber strukturiert, faktenbasiert und verzichtet auf Buzzwords, Superlative und interne Selbstbeweihräucherung. Kurz: Sie respektiert die Arbeitsrealität der Redaktion.
Ein Blick in den Medien-Trendmonitor 2025 von news aktuell zeigt: 64 Prozent der befragten Journalist:innen in Deutschland sind mit der Arbeit von PR-Schaffenden zufrieden. Ein solider Wert und dennoch kein Grund, sich zurückzulehnen. Gleichzeitig bevorzugen 89 Prozent den Erstkontakt per E-Mail, während für 21 Prozent auch ein Telefonat infrage kommt. E-Mails geben Kontrolle: formulieren, überdenken, löschen. Ein Anruf dagegen zwingt Spontanität. Und genau darin liegt seine Stärke, wenn er sinnvoll eingesetzt wird.
Für die PR-Seite ist die Mail ebenfalls bequem: schnell formuliert, sauber dokumentiert und effizient. Was dabei aber häufig verloren geht, ist Persönlichkeit. Und genau die ist ein zentraler Faktor guter Medienarbeit. Vertrauen entsteht nicht durch die Ansprache des “richtigen” Verteilers oder Floskeln, sondern durch echten Austausch, Verlässlichkeit und ein Gespür für das jeweilige Medium.

Besonders deutlich wird das beim Nachfassen. Ist es wirklich ein Muss oder eher ein Risiko? Die Wahrheit liegt, wie so oft, dazwischen. Ein Nachfassanruf ohne Mehrwert wirkt schnell wie eine Pflichtübung. Ein gut vorbereiteter Kontakt hingegen kann Orientierung bieten: Ist das Thema grundsätzlich interessant? Passt es gerade? Wird ein anderer Aufhänger gebraucht?
Ein einfacher, aber wirkungsvoller Tipp ist, Erwartungen früh zu klären. Schon beim Erstkontakt, ob telefonisch oder per Mail, kann offen gefragt werden, wie Redaktionen mit Pressemitteilungen umgehen. Wird eher ein kurzer Hinweis geschätzt? Ein persönlicher Call? Oder ausschließlich schriftliche Informationen? Dieses Wissen spart Zeit auf beiden Seiten und zeigt Respekt.
Auch der Nachfass selbst gewinnt, wenn er anders gedacht wird. Nicht als Nachfrage nach dem Status, sondern als Angebot. Ein zusätzlicher Blickwinkel, ein Interview, eine Einordnung, ein O-Ton. Wer nachfasst, um Dialog zu ermöglichen, baut Vertrauen auf. Wer nachfasst, um abzuhaken, riskiert Ablehnung.
Das PR-Journal hat zuletzt zu Recht kritisiert, dass der Nachfass häufig mechanisch erfolgt. „Nach dem Aussand ist vor dem Nachfass“, ja. Aber dieser sollte mehr sein als Routine. Wenn wir schreiben „Melden Sie sich gern telefonisch“, dann sollten wir das auch wirklich meinen und erreichbar sein.
Die Pressemitteilung ist also nicht tot. Sie ist eher ein Instrument, das sich anpassen muss. Weniger Standardisierung, mehr Haltung. Weniger Senden, mehr Zuhören. Gerade im Zusammenspiel mit einem guten, vertrauensvollen Kontakt zwischen PR und Medien zeigt sich, wie relevant und verantwortungsvoll unser Beruf ist.
Der Schlüssel liegt im Mittelweg. Wer nur schreibt, bleibt anonym. Wer nur anruft, stört womöglich zur falschen Zeit. Erfolgreich ist, wer kombiniert, ein Gespür für Redaktionen entwickelt und Kommunikation als Beziehung versteht, nicht als Pflichttermin.
Die eigentliche Frage lautet also nicht: Brauchen wir die Pressemitteilung noch?
Sondern: Wie nutzen wir sie so, dass Journalist:innen wirklich etwas davon haben und wir als PR langfristig ernst genommen werden?
1. Ziel & Botschaft
Eine Betrachtung der Pressemitteilung als PR Instrument im Wandel der Zeit.
Für PR und Medienschaffende soll der Beitrag eine Anregung zum Überdenken alter Muster und Veränderungen der Medienlandschaft
2. Fokus & Aufbau
3. Ton & Persönlichkeit
4. Nutzen für Leser:innen
5. Knackigkeit & Aktion
Wake up Communications ist eine PR-, Social-Media- und Strategie-Agentur in Düsseldorf.
Wir entwickeln Kommunikationsstrategien, Kampagnen und Inhalte, die Marken sichtbar
machen – lokal, national und international.
Wir betreuen Unternehmen aus dem B2B- und B2C-Bereich – von Food und Handel über
Messen bis zur Spezialchemie. Unser Standort in Düsseldorf verbindet uns eng mit
Kund:innen aus ganz NRW und Deutschland.
Wir sind eine inhabergeführte Agentur mit flachen Hierarchien und direkter Kommunikation.
Unsere Kund:innen profitieren von strategischem Denken, kreativer Umsetzung und einem
partnerschaftlichen Miteinander
Wir starten immer mit einer klaren Strategie, definieren Ziele und Maßnahmen und setzen
sie passgenau um. Je nach Budget lassen sich Leistungen im Verlauf flexibel anpassen oder
erweitern.
Sobald Ziel, Umfang und Budget abgestimmt sind, können wir kurzfristig loslegen – meist
innerhalb weniger Wochen.
Nein. Wir übernehmen Projekte komplett oder arbeiten Hand in Hand mit euren internen
Teams – effizient, abgestimmt und transparent.
Wir definieren KPIs gemeinsam und liefern regelmäßige Reportings. So sind Reichweite,
Engagement und PR-Erfolge jederzeit nachvollziehbar.
Ja. Wir führen praxisnahe Workshops zu Social Media, PR und digitaler Kommunikation
durch – auf Wunsch auch direkt bei euch vor Ort in NRW oder online.
Ja – wir setzen KI-Tools gezielt, sinnvoll und effizient ein, wenn sie Prozesse verbessern
oder kreative Arbeit unterstützen. Dabei bleibt die Strategie immer menschlich geführt.
In jedem Projekt habt ihr zwei feste Ansprechpartner:innen. So ist immer jemand erreichbar,
der euer Projekt und die Ziele genau kennt.
Das hängt vom Projekt ab. Wir bieten flexible Modelle – von Einzelprojekten bis zu
langfristiger Kommunikationsbetreuung.
Das hängt von euren Zielen und Kanälen ab. Wir beraten euch transparent und erstellen ein
realistisches Angebot mit klarer Leistungsübersicht.
Ja. Als Düsseldorfer Agentur mit internationalen Kunden setzen wir auch mehrsprachige
Kampagnen in enger Abstimmung mit globalen Teams um.
Wir betreuen LinkedIn, Instagram, TikTok, Facebook und weitere Kanäle – abhängig von
Zielgruppe, Marke und Kommunikationsziel.
Ja – Pressearbeit und Medienkommunikation gehören zu unseren Kernleistungen. Wir
platzieren eure Themen in relevanten Fach- und Publikumsmedien.
Sehr transparent – regelmäßige Updates, klare Reportings und offene Kommunikation
gehören bei uns zum Standard.
Ja – wir entwickeln Markenstrategien, Positionierungen und Storytelling-Konzepte, die euer
Unternehmen authentisch präsentieren.
Content ist der Dreh- und Angelpunkt unserer Arbeit. Wir produzieren Texte, Fotos und
Videos, die eure Marke in Szene setzen – online und offline.
Unsere Kund:innen kommen aus ganz Deutschland – besonders stark sind wir in NRW,
dem Rheinland und Süddeutschland vertreten.
Am besten direkt über das Kontaktformular auf www.wakeup-communications.de, per Mail
oder telefonisch. Wir freuen uns auf neue Projekte aus Düsseldorf, NRW und darüber
hinaus.