• 17. November 2016
  • R. Zeller

Sprechen mit Stiften: Workshop mit Frau Hölle

Wir tippen täglich tausende von Worten mit den Tastaturen unserer Smartphones, Tablets und Computern, erstellen damit aufwendige Präsentationen und vergessen dabei oft, dass dies auch mit Stift und Papier geht. Seien wir doch mal ehrlich: Wann haben wir das letzte Mal nach Herzenslust unsere Gedanken und Ideen auf ein Stück Papier gekritzelt? Ich schreibe zwar viel und sehr gerne handschriftlich, aber das Kritzeln, wie man es aus der Kindheit kennt, ist bei mir tatsächlich schon ein ganzes Weilchen her. Damit stelle ich in unserem Team keine Seltenheit dar, vielmehr ist das nicht analoge Arbeiten auch in unserem Büro zum weitverbreiteten Phänomen geworden. Dennoch ist der Trend Visual Thinking auch an uns nicht spurlos vorübergegangen, wie auch, das Netz quillt über vor supercoolen Sketchnotes. Das wollen wir auch können, dachten wir uns! Und im zweiten Schritt fragten wir uns, können wir das überhaupt und wieso sollten wir es können? Dazu aber später mehr. Um die „Angst“ vor dem weißen Blatt zu überwinden, beschlossen wir, uns Hilfe von Visual Coach und Lettering Artist Frau Hölle zu holen, die uns zeigen sollte, wie wir im Business-Kontext künftig mithilfe von Stift und Papier professionell kommunizieren können. Ob ihr das gelungen ist, lest ihr am Ende des Artikels. ;-)

Visual Thinking: Der Trend, der eine Renaissance erlebt

In unserem Workshop nahm uns Frau Hölle mit auf eine Reise in die Welt von Strichen, Punkten, Kreisen und vielem mehr. Mit den Worten: „Ihr werdet heute eine neue Sprache lernen“ begannen acht spannende analoge Stunden. Während mich ihre Aussage zunächst eher beunruhigte, konnte es ein Großteil der Gruppe kaum erwarten, endlich zu kritzeln. Als gelernte Programmiererin, die nun in der Welt der Bildsprache und Schriftgestaltung zuhause ist, ist sie für mich das lebende Beispiel, dass jeder das Erstellen von Sketchnotes lernen kann. Bevor es mit den praktischen Aufgaben losging, gab uns Frau Hölle, die im richtigen Leben Tanja Cappell heißt, zunächst einen kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte der Bildsprache. Das war wider Erwarten keine trockene Theorie, sondern öffnete uns vielmehr die Augen. Denn der Ausflug in die Vergangenheit zeigte, dass der Trend Visual Thinking keinesfalls neu ist, sondern vielmehr eine Renaissance erlebt. Von der Höhlenmalerei als Ursprung, über die Kommunikation mit Hieroglyphen im alten Ägypten bis hin zu den Illustrationen Da Vincis: Als visuelle Wesen verständigen sich die Menschen schon seit Jahrtausenden mithilfe von Bildern und haben dadurch ein gemeinsames Alphabet der Bildsprache entwickelt. Kein Wunder also, dass diese Art der Verständigung in einer Welt der vollständigen Digitalisierung und Textflut wieder an Brisanz gewinnt. Ausgestattet mit diesem Wissen, unseren eigenen Sketchbüchern und den unterschiedlichsten Filzstiften ging es dann endlich los – Wir lernten das Sprechen mit Stiften! Mit Sketchbook und Filzstiften kann man sketchnoten Endlich geht es los - wir lernen das Sprechen mit Stiften

Das visuelle Alphabet: Wie Französisch nur in einfach

Um eine Sprache fließend sprechen zu können, gilt es zunächst, das Alphabet zu lernen. Ein komplettes Alphabet lernen an einem Tag? Im Team machte sich ein kleiner Anflug von Panik breit. Doch Frau Hölle ermutigte uns, dass es gar nicht so schwer werden würde. Und sie sollte Recht behalten, denn das visuelle Alphabet ist ganz simpel aufgebaut. Die fünf wichtigsten Buchstaben sind Punkte, gerade und geschwungene Linien, Dreiecke, Rechtecke sowie Kreise. Mithilfe dieser Bausteine können alle Begriffe visualisiert werden. Das visuelle Alphabet besteht aus Kreisen, Linien, Dreiecken, Rechtecken und Punkten Alphabet lernen mal anders! Während der Aufgaben, die uns Frau Hölle gab, wurde mir schnell klar, dass es bei Sketchnotes nicht um eine möglichst realistische, sondern vielmehr um eine abstrakte und leicht verständliche Darstellung komplexer Inhalte geht. Mir fiel es während der Aufgaben besonders schwer auf Text zu verzichten. Frau Hölle erinnerte uns ständig daran, dass wir das, was wir gerade machen eigentlich schon seit unserer Kindheit können, es über die Jahre nur verlernt haben und wieder antrainieren müssen. Gelächter macht sich breit, als sie uns vorwarnte, es könnte sogar Muskelkater in den Händen geben. Zugeben, unsere Formen und Symbole sahen und sehen im Großformat noch nicht so gut aus, wie bei unserem Coach.  Aber wie heißt es so schön? Übung macht den Meister! Und ein kleiner Tipp am Rande: Die richtige Stifthaltung ist ausschlaggebend für das Gelingen der Formen.

Realistische Hände braucht kein Mensch

… zumindest nicht in Sketchnotes! Durch diese Tatsache wurden zwar Dennis‘ Erwartungen am Ende des Workshops, realistische Hände zeichnen zu können, nicht erfüllt, aber sie verdeutlicht, welche Vorteile diese Kreativitätsmethode mit sich bringt. Die Gründe, warum wir bei Wake up Communications in Zukunft ab und an, Laptop und Leinwand gegen Stift und Flipchart eintauschen werden sind folgende:
  • Am Flipchart skizzieren und dokumentieren wir komplexe und trockene Themen einfach und verständlich.
  • Getreu dem Motto „Drawing is a process not a product!“ steigern wir durch den gemeinsamen Entwicklungsprozess am Bild unsere Motivation, Aufmerksamkeit und Kreativität.
  • Durch die gemeinsame Arbeit und die Bebilderung des Gesagten erhöhen wir nicht nur die Erinnerungsleistung, sondern vermeiden auch Fehlinterpretationen.
Nach diversen Übungen fällt das Sketchnoten am Flipchart gar nicht mehr so schwer Das Team von Wake up Communications versucht sich beim Sketchnoten am Flipchart Mir hat unser kleiner Ausflug in die analoge Welt nicht nur viel Spaß gemacht, sondern auch gezeigt, dass Visualisieren im Berufsalltag dabei helfen kann, Ideen auf den Punkt zu bringen, Inhalte emotional aufzuladen und effektiv zu kommunizieren, indem wir ein gemeinsames Verständnis für Dinge schaffen. Wir machen auf jeden Fall weiter und können einen Workshop mit Frau Höhle nur empfehlen. Es lohnt sich! ;-) PS: Ich habe mir vorgenommen, sowohl im Berufsalltag als auch privat wieder häufiger zu Stift und Papier zu greifen. Den Anfang mache ich mit meinen diesjährigen Weihnachtskarten für Freunde und Familie. Diese werde ich nicht nur von Hand schreiben, sondern auch mit schönen Sketchnotes versehen. Das ist doch schon mal ein kleiner Anfang, oder? Wie sind eure Erfahrungen mit Visual Thinking im Berufsalltag? Wir freuen uns über eure Kommentare!
Themen:
  • Sketchnotes
  • Visual Thinking
  • Zeichnen
  • Brainstorming
  • Frau Hölle
  • Kritzeln
  • Lettering
  • Meetings

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