• 31. Mai 2023
  • Patricia Rips
Das KI-Modell ChatGPT als Anwendung auf dem Smartphone

ChatGPT: Dieser Beitrag wurde von der KI geschrieben. (oder doch nicht?)

Achtung, Verwechslungsgefahr: Mit jeder neuen Version von Textgeneratoren wie ChatGPT ist die KI immer mehr in der Lage, die menschliche Sprache nachahmen zu können. Die Ergebnisse, welche die KI liefert, sind verblüffend und verleiten dazu, die KI in die Unternehmenskommunikation zu integrieren, um „mal schnell“ einen Text schreiben zu lassen. Da gibt es jedoch einen, oder auch mehrere, Haken. Welche das sind und was Textgeneratoren wie ChatGPT für den Job eines Texters bedeuten, erfahrt ihr jetzt.

Künstliche Intelligenz trifft KommunikationEin Roboter der auf einer Bank sitzt und ein Tablet in der Hand hält

Seit der Veröffentlichung von ChatGPT im November 2022 gibt es jede Menge Diskussionen um den Textgenerator. Daher kann eine Erklärung, was ChatGPT ist, an dieser Stelle wohl ausbleiben. Doch hier kommt eine Wahnsinns-Zahl: Innerhalb von fünf Tagen meldeten sich ganze 1 Million Nutzer an. Zum Vergleich: Instagram hat die Marke nach 2,5 Monaten erreicht, Netflix nach 3,5 Jahren. Weitere offizielle Nutzerzahlen gibt es bislang nicht.

Dass künstliche Intelligenz unser Leben verändert, steht wohl außer Frage. Ob in der Medizin, Mobilität, Ernährung, uvm. – die KI bietet grundsätzlich viele Chancen. Doch Textgeneratoren wie ChatGPT sind eine andere Hausnummer. Der Chatbot lässt Fragen wie „Wie verändert ChatGPT die Kommunikationsbranche? Ist der KI zu trauen? Wird KI zukünftig Jobs ersetzen?” aufkommen. Eines steht bereits fest: Für Unternehmen gibt es keine andere Möglichkeit, als sich mit der künstlichen Intelligenz auseinanderzusetzen und sich zu überlegen, wie sie diese in die Unternehmensprozesse integrieren können.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten von ChatGPT

Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen grenzenlos. Die KI kann alle möglichen Formen von Texten erstellen: Briefings, Pressemitteilungen, Blogbeiträge, Newsletter oder auch Social-Media-Posts. Doch damit nicht genug. ChatGPT beherrscht auch die Programmierung von Webseiten und die Erstellung von Excel-Tabellen sowie Präsentationen. Sogar die Suchmaschinenoptimierung ist im Repertoire des Tools vorhanden.

Für ChatGPT ist es also ein leichtes Spiel, aus den vom Anwender gefütterten Informationen einen passenden Text zu produzieren. Dies lässt sich für verschiedene Bereiche im Unternehmen nutzen. Beispielsweise im Kundensupport, bei dem ein Textgenerator in Echtzeit mit Kunden interagiert und Lösungen und Informationen liefern kann. Auch in der Content-Erstellung erweist sich ChatGPT als Helfer, indem er bei der Recherche unterstützt, kreative Ideen generiert und Textentwürfe liefert. Eine Bild-KI entwirft zusätzlich eine passende Grafik. Die dadurch erzielte Zeitersparnis ist erheblich.

Wo ist nun der Haken?Eine Person tippt auf einer Schreibmaschine

Zukünftig könnten Artikel mit dem Satz „Dieser Artikel wurde von der KI geschrieben.” beginnen. Dies passiert vermutlich schneller als wir denken. Das KI-Modell birgt jedoch Risiken.

Für die KI ist es keine leichte Aufgabe, einen Kontext vollständig zu erfassen oder ein tiefgreifendes ethisches Verständnis zu entwickeln. Es können sich Logik- und Rechtschreibfehler einschleichen. ChatGPT versteht selbst nicht, was er schreibt. Dies kann zu Widersprüchen in aufeinanderfolgenden Sätzen sowie Wiederholungen führen. Zudem besteht die Gefahr, dass ChatGPT bei der Verwendung von Informationen und Texten aus dem Internet diese wortwörtlich kopiert, ohne die notwendigen Quellen anzugeben. Dadurch können ungewollte Plagiate entstehen.

Um sich kontinuierlich zu verbessern, greift ChatGPT außerdem auf Millionen von Informationen und Texten zu, die von Anwendern bereitgestellt werden. Eine datenschutzkonforme Verwendung ist daher derzeit nicht möglich. Aus diesem Grund sollte die Eingabe sensibler interner Informationen vermieden werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass ChatGPT auf dem Wissensstand von 2021 basiert. Aktuelle Ereignisse und Informationen kann die KI daher nicht berücksichtigen.

Fazit: KI als Assistenz, aber kein Mitarbeiterersatz

Während dieser Beitrag von der KI geschrieben wurde, bleibt festzuhalten, .. stop! Dieser Beitrag wurde natürlich nicht von der KI geschrieben. Uns ist wichtig, dass die Qualität unserer Inhalte erhalten bleibt – sowohl intern als auch für unsere Kunden. KI wird aus unserer Sicht keinen Mitarbeiter ersetzen. Texter spielen nach wie vor eine wichtige Rolle. Sie bringen sowohl ihre kreativen Fähigkeiten als auch ihre Expertise ein, um die Inhalte ansprechend zu gestalten. Sie können den Inhalt überprüfen, korrigieren, den Stil anpassen und sicherstellen, dass die Inhalte den gewünschten Qualitätsstandards entsprechen. KI ist jedoch eine neue Disziplin, mit der Arbeitnehmer und -geber sich auseinandersetzen müssen. Denn, wie Frank Thelen in seinem Talk auf der OMR’23 gesagt hat: „Nicht KI wird dir deinen Job wegnehmen, sondern ein Mensch, der mit KI umgehen kann.”

Erzählt uns gerne auf Social Media, wie ihr die Veränderungen durch ChatGPT in der Kommunikationsarbeit seht. Wir freuen uns auf den Austausch mit euch!

Themen:
  • Unternehmenskommunikation
  • KI
  • ChatGPT

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