Meine To Do’s
Ein großer Teil meiner Aufgaben bestand im Projektmanagement für die Firma Lambertz- genau, die mit den Keksen. Dabei bekam ich Einblicke in die Organisation und Koordination von Projekten und lernte, wie viele Schritte notwendig sind, damit Kampagnen und Inhalte erfolgreich umgesetzt werden können. Gleichzeitig unterstützte ich das Community Management und konnte erleben, wie wichtig der direkte Austausch mit den Communities auf den verschiedenen Social-Media-Kanälen ist. Zudem habe ich geholfen, die Social Media Kommunikation von Hotels zu analysieren. Daraus wird eine Studie über die Kommunikationsstrategien in der Hotelbranche entstehen.

Besonders spannend waren für mich die Videodrehs, bei denen ich die Kreation etwas unterstützen
durfte. Vor meinem Praktikum hätte ich wahrscheinlich nicht gedacht, dass man sich so intensiv mit der Frage beschäftigen kann, wie ein Keks am besten in eine Tasse Kaffee fällt. Tatsächlich haben wir uns genau darüber Gedanken gemacht und verschiedene Varianten ausprobiert, um den perfekten Shot zu bekommen. Auch bei der Inszenierung von Kuchen war Kreativität gefragt: Wie dekoriert man einen
Kuchen so, dass er vor der Kamera möglichst appetitlich und ästhetisch aussieht? Welche Perspektive wirkt am besten? Solche Details entscheiden oft darüber, ob ein Foto oder Video am Ende wirklich überzeugt. Kekse, oder konkreter, Sollbruchstellen an Haferkeksen, sehe ich nun definitiv mit anderen Augen.
Herausforderungen
Natürlich lief nicht immer alles vollkommen reibungslos. Trello entwickelte sich gelegentlich zu einer kleinen Herausforderung, wenn Boards oder Aufgaben nicht so funktionierten wie geplant. Auch die Slack-Meetings (Huddles) sorgten hin und wieder für technische Überraschungen sowie lustige Momente im Arbeitsalltag. So stellte sich heraus, dass bei Verbindungsproblemen im Huddle plötzlich Jazzmusik ertönt – was mich beim ersten Mal doch ziemlich verwirrt zurückgelassen hat. Außerdem durfte ich einen Beitrag für das Newsformat von Wake up Communications einsprechen – und bin dabei über den einen oder anderen Satz gestolpert. Nun haben sich nicht nur einige Satzfragmente tief in mein Gedächtnis eingebrannt, sondern ich habe auch eine beachtliche Sammlung an Outtakes produziert.
Eine größere Umstellung war für mich außerdem die Arbeit in einer Medienagentur selbst. Da ich bisher vor allem Erfahrungen in der politischen Kommunikation gesammelt hatte, war ich es gewohnt, für eine Organisation und ihre Themen zu arbeiten. Der direkte Kontakt mit unterschiedlichen Kundinnen und Kunden sowie die Abstimmungsprozesse waren für mich daher zunächst neu. Gerade am Anfang war ich manchmal unsicher, wie viel Eigeninitiative erwartet wird, wann Rücksprachen sinnvoll sind oder wie Feedback- und Freigabeschleifen in der Praxis ablaufen. Mit der Zeit konnte ich mich jedoch immer besser in diese Arbeitsweise einfinden und habe gelernt, mich auf die unterschiedlichen Anforderungen und Kommunikationsstile einzustellen. Außerdem gilt hier: Communication is key! Bei Fragen oder Unsicherheiten stand jederzeit ein offenes Team bereit, um mich zu unterstützen!
(Tierische) Begleiterinnen und Begleiter
In den vier Wochen meines Praktikums hatte ich die Gelegenheit, jedes Teammitglied und die jeweiligen Projekte kennenzulernen. Dadurch erhielt ich einen guten Einblick in die unterschiedlichen Aufgabenbereiche und Arbeitsweisen innerhalb der Agentur. Von Anfang an wurde ich offen aufgenommen, sodass ich mich schnell als Teil des Teams fühlte. Besonders geschätzt habe ich, dass ich nicht nur zusehen durfte, sondern aktiv in verschiedene Auf

gaben eingebunden wurde. Vor allem im Projektmanagement konnte ich das Team unterstützen und dabei erleben, wie Projekte organisiert, koordiniert und gemeinsam mit den Kundinnen und Kunden umgesetzt werden. Gleichzeitig hatte ich die Möglichkeit, zumindest ein wenig in den kreativen Bereich hineinzuschnuppern und einen Eindruck davon zu gewinnen, wie Ideen entwickelt, Inhalte konzipiert und Kampagnen gestaltet werden.
Neben den fachlichen Erfahrungen haben auch die kleinen Momente den Praktikumsalltag besonders gemacht. Ein weiteres Highlight war definitiv Bürohund Bella. Sie gehört fest zum Team und sorgte mit ihrer ruhigen Art regelmäßig für eine angenehme Atmosphäre im Büro. Oft lag sie entspannt neben meinem Schreibtisch auf der Fensterbank und leistete mir Gesellschaft, während ich arbeitete. Besonders schön waren außerdem die gemeinsamen Gassirunden in der Mittagspause oder zwischendurch. Sie boten eine willkommene Gelegenheit, kurz an die frische Luft zu gehen, den Kopf freizubekommen und sich mit den Kolleginnen und Kollegen auch abseits der Projekte auszutauschen. Gerade diese Mischung aus professioneller Zusammenarbeit und einer offenen, herzlichen Arbeitsatmosphäre hat mein Praktikum besonders bereichernd gemacht.
Neue Skills
Was ich aus meinem Praktikum besonders mitnehme, ist die Erkenntnis, wie vielseitig die Arbeit in einer Kommunikationsagentur ist. Hinter jedem Social-Media-Post, jedem Video und jeder Kampagne steckt deutlich mehr Planung, Kreativität und Teamarbeit, als man von außen vermuten würde.
Hinter guter Social-Media- und PR-Kommunikation steckt sehr viel strategische Arbeit. Vor Beginn des Praktikums habe ich Social Media häufig als schnellen und spontanen Kommunikationskanal wahrgenommen. Heute weiß ich, dass erfolgreiche Inhalte das Ergebnis sorgfältiger Planung, kreativer Ideen, enger Abstimmungen und kontinuierlicher Analysen sind. Besonders die Arbeit mit unterschiedlichen Kundinnen und Kunden hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, sich auf verschiedene Zielgruppen, Kommunikationsstile und Anforderungen einzustellen.
Diese Erfahrungen werden mir auch in meinem Volontariat und meinem weiteren Berufsleben helfen. Ich habe gelernt, strukturierter zu arbeiten, Feedback als festen Bestandteil des kreativen Prozesses zu verstehen und Projekte aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Gleichzeitig habe ich einen neuen Blick auf die Verbindung von PR und Social Media gewonnen: Beide Bereiche greifen viel stärker ineinander, als ich zuvor angenommen hatte. Gute Kommunikation endet nicht bei einer Pressemitteilung oder einem Social-Media-Post – sie lebt von einer durchdachten Gesamtstrategie, die Botschaften über verschiedene Kanäle hinweg konsistent vermittelt. Diese Erkenntnisse werde ich für meinen weiteren beruflichen Weg mitnehmen.
Ich blicke auf eine sehr lehrreiche, abwechslungsreiche und vor allem spannende Zeit bei Wake up Communications zurück und bin dankbar für die vielen Begegnungen, Erfahrungen und Einblicke, die ich sammeln durfte.
Vielen Dank euch allen!