Von der Persönlichkeit zur Positionierung
Erfolgreiche CEO-Kommunikation beginnt nicht mit Content, sondern mit der Person selbst. Wer nur die Rolle „CEO“ bespielt, bleibt austauschbar. Es geht darum, ein echtes Gefühl für die Persönlichkeit zu entwickeln: Werte, Denkweise, Motivation, aber auch Unsicherheiten und Ecken. Nur so entsteht Kommunikation und eine Wahrnehmung, die nicht konstruiert wirkt, sondern glaubwürdig ist. Ob im persönlichen Gespräch oder durch virtuelle Meetings: Regelmäßiger Austausch zwischen CEO und Agentur ist gerade in der Anfangsphase entscheidend. Hierzu gehört sicherlich auch die Offenheit einer Geschäftsführung, mit der Agentur zu sprechen und Einblicke in die Gedanken und den Alltag zu gewähren.
Und genau aus diesem Verständnis heraus entsteht der nächste entscheidende Schritt: die klare Positionierung. Viele CEO-Profile scheitern daran, dass sie alles gleichzeitig sein wollen. Innovativ, nahbar, visionär, operativ, am Ende bleibt nichts hängen. Deshalb braucht es zu Beginn eine klare strategische Grundlage: Wofür stehe ich als CEO? Welche Themen möchte ich besetzen? Welche Haltung vertrete ich? Was sind meine Werte? Diese Klarheit ist die Basis für jede Form der Kommunikation. So sollten zwei bis drei Schwerpunkte festgelegt werden, auf denen die gesamte Strategie aufgebaut wird. Im späteren Verlauf können sicherlich auch weitere Themen hinzugefügt oder der Fokus verändert werden, doch ein klarer Startpunkt hilft dabei, eine stringente Storyline zu erstellen.
Echtes Storytelling braucht klare Haltung
Perfekt inszenierte Kommunikation funktioniert nicht mehr. Was funktioniert, sind echte Geschichten. Herausforderungen, Entscheidungen, Zweifel, genau diese Elemente schaffen Nähe und Relevanz. Gerade persönliche Einblicke geben das, was von außen nicht sichtbar ist. Dass ein*e CEO Entscheidungen trifft, ist allen klar. Doch was steckt hinter diesen Entscheidungen? Genau das sind die Aspekte, die Menschen interessieren und die den Unterschied zwischen informativer Berichterstattung und emotionalem Storytelling machen. Menschen wollen Menschen sehen, keine Rollen. Daher ist es auch ein entscheidender Faktor, die persönliche Geschichte einzubauen. Etwa wie die Person ins Unternehmen und zu der Position kam, was sie vorher gemacht hat oder in welcher Situation die Geschäftsführung übernommen wurde. Hier ist nicht nur die Erfolgsgeschichte spannend, sondern auch Fehlschläge, die den Menschen geformt haben. So erzeugt man Nahbarkeit.
Doch genau diese Offenheit braucht eine klare Grundlage: den Mut zur Haltung. Die meisten Accounts von CEOs bleiben unbestimmt und in ihren Aussagen allgemein, weil sie niemandem „auf die Füße treten“ wollen. So widersprechen sie zwar niemandem, sie bleiben aber auch austauschbar und ohne Wiedererkennungswert. Denn echte Positionierung entsteht nur durch Haltung. Klare Meinungen, klare Werte, klare Entscheidungen. Nur so schaffen CEOs es, dass sie als starke Führungspersönlichkeit wahrgenommen und respektiert werden. Sie müssen in ihren Aussagen nicht direkt polarisieren, aber sie müssen erkennbar sein. Auch wenn von einigen Stellen hin und wieder Gegenwind kommen sollte, besteht eine starke CEO-Positionierung darin, mit diesen anderen Meinungen umzugehen, in den Austausch zu gehen und die eigene Position klar zu stärken. So entsteht eine gewisse Konsistenz, die die Glaubwürdigkeit der Positionierung verstärkt.
Verknüpfung von PR, Social Media und lokaler Reputation
Gerade im Mittelstand wird die regionale Wahrnehmung als entscheidender Faktor oft unterschätzt. Eine starke lokale Reputation zahlt direkt auf Vertrauen, Recruiting und Partnerschaften ein und ist somit ein entscheidender Hebel, um die Position von CEOs zu beeinflussen. Das bedeutet konkret: CEOs sollten Präsenz vor Ort zeigen. Zum einen natürlich im Unternehmen selbst, um dort mit den Mitarbeitenden in den Austausch zu gehen. Zum anderen aber auch in der Region, in der das Unternehmen angesiedelt ist. Ob durch einen Besuch der örtlichen Lokale oder bei regionalen Veranstaltungen, wer Präsenz zeigt, wird mit lokaler Verbundenheit belohnt. Auch wohltätige Aktionen, die ein Unternehmen oder sogar die Geschäftsführung persönlich ins Leben ruft oder unterstützt, helfen für die regionale Reputation. Über solche Aktionen berichten dann auch gerne die regionalen Medien, was das Engagement in der Region sichtbar macht. Dies führt dazu, dass auch der Mensch hinter der CEO-Position wahrgenommen wird.

Um diese Sichtbarkeit jedoch nachhaltig zu skalieren, braucht es die richtige Verstärkung: die Verzahnung von PR und Social Media. Einer der größten Hebel liegt in der Kombination beider Bereiche. Ein Medienbeitrag allein verpufft schnell. Erst durch die Verlängerung über LinkedIn oder andere Kanäle entfaltet er seine volle Wirkung.
Gleichzeitig stärkt PR die Glaubwürdigkeit der Social-Media-Präsenz. Die größte Wirkung entsteht immer dann, wenn beide Disziplinen zusammen spielen. Wird beispielsweise ein Interview in einem großen Medium wie dem Handelsblatt oder der WELT veröffentlicht, sollte dies in jedem Fall auch auf Social Media aufgegriffen werden, wie wir es getan haben. Die Insights dieser Beiträge sprechen für sich.
Fazit: Erfolgreiche CEO-Positionierung ist kein Zufall
CEO-Kommunikation wirkt dann, wenn sie strategisch aufgebaut ist, konsequent umgesetzt wird und echte Persönlichkeit zeigt. Die Kombination aus klarer Haltung, authentischem Storytelling und der Verzahnung von PR und Social Media schafft Sichtbarkeit, die nachhaltig wirkt.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt auch unser eigenes Projekt: Mit der Positionierung von Laura Opferkuch, CEO der Hosta-Group, sind wir auf der Shortlist des Deutschen Preis für Onlinekommunikation (DPOK) in der Kategorie CEO-Communications unter den Top 5 nominiert. Ein starkes Signal dafür, dass es sich auszahlt, diese Prinzipien konsequent umzusetzen.
Ihr wollt noch mehr über unser Projekt mit Laura Opferkuch erfahren? Schaut doch gleich bei unserer Referenz vorbei.