• 26. Februar 2018
  • R. Zeller
Der ultimative Guide für erfolgreiche Blogger-Events

Der ultimative Guide für erfolgreiche Blogger-Events

Rossmann tut es, Tchibo tut es und Nivea ebenso: Alle Unternehmen und Marken, die etwas auf sich halten, veranstalten Blogger-Events, um Influencer mit großer Reichweite zu versammeln und diese als Markenbotschafter zu gewinnen. Dass ein solches Event eine schöne Gelegenheit ist, um sich mit Meinungsmachern der jüngeren Generation zu den eigenen Produkten auszutauschen, merken wir auch immer wieder bei der Umsetzung solcher Events für unsere Kunden.

Was ist ein Blogger-Event?

Bei einem Blogger-Event treffen Unternehmen und Blogger auf Augenhöhe bei einer gemeinsamen Veranstaltung aufeinander. Hierzu laden Unternehmen die für sie und ihre Produkte passenden Influencer ein, um so ihre Zielgruppen zu erreichen. Denn: Im besten Falle bekommen die Blogger viele Informationen vermittelt und einen besonderen Mehrwert, der sie dazu veranlasst, das Event auf ihren Social-Media-Kanälen zu begleiten und im Nachgang einen ausführlichen Eventbericht zu verfassen. So erhält der Kunde Aufmerksamkeit und Reichweite für sich und seine Produkte. Der Erfolg eines solchen Events ist aber kein Zufall, sondern muss in die gesamte Strategie eingebettet sein und bedarf einer guten Planung, damit alle glücklich nach Hause fahren und besonders viel von der Veranstaltung mitnehmen. Habt ihr euch mal gefragt, was der Unterschied zwischen Influencern und Bloggern ist? Ersterer ist jeder, der einen Einfluss auf das Verhalten anderer hat. Das können zum Beispiel Journalisten, Promis, aber eben auch erfolgreiche Instagrammer sein. Blogger hingegen üben diesen Einfluss hauptsächlich über ihren eigenen Blog aus, auf dem sie Inhalte und Meinungen publizieren. Wir halten fest: Jeder Blogger ist ein Influencer, aber nicht jeder Influencer ein Blogger.

Event-Planung: Blogger-Events planen, aber richtig

Schritt 1: Das Konzept für euer Blogger-Event

Wie bei jedem Event oder jeder Maßnahme steht auch bei einem Blogger-Event die Planung an erster Stelle. Zunächst solltet ihr euch also überlegen, was das Thema eures Events sein soll und welche Produkte oder Dienstleistungen ihr in den Fokus stellen möchtet. Vielleicht wollt ihr auch einen bestimmten Aspekt eures Unternehmens herausstellen und darüber aufklären. Überlegt euch also, welche Botschaften ihr vermitteln wollt. Auf dieser Basis entwickelt ihr ein Konzept für euer Event, das einen Mehrwert für die Influencer und deren Follower bzw. Leser bietet und ein tolles Erlebnis ist.

Schritt 2: Wie finde ich die richtigen Influencer?

Bevor ihr euch auf die Suche nach geeigneten Influencern macht, denkt über eure Zielgruppe nach. Wen möchtet ihr mit euren Botschaften erreichen und welche Influencer sind hierfür geeignet? Schaut euch dazu auch deren Follower an oder fragt Informationen darüber direkt an. Wenn ihr wisst, wen ihr erreichen möchtet, dann wählt ihr die entsprechenden Multiplikatoren aus und sprecht diese an. An dieser Stelle möchte ich auch kurz über die sogenannten „Reichweitenpandas“ sprechen. Bei vielen Unternehmen herrscht der Irrglaube, dass viel (Reichweite) viel hilft. Das mag zwar stimmen, wenn man wirklich nur auf Reichweite achtet und damit glücklich ist. Wer aber Wert auf nachhaltige Kommunikation legt und seine Botschaften nicht in einem Wust aus tausenden anderen Werbebotschaften sehen möchte, der schaut auch auf kleinere Influencer, sogenannte Mikro-Influencer. Diese haben, je nach Definition, bis zu 5.000 Follower und sind oftmals weniger „verbraucht“. Natürlich liefern sie ebenso tolle Inhalte wie „die Großen“, sind dabei aber oft glaubwürdiger und bieten so einen großen Mehrwert für Unternehmen und Marken. Wenn euer Konzept steht, ihr wisst, wen ihr erreichen wollt, und sicher seid, dass ihr zum Beispiel mit Food Bloggern zusammenarbeiten möchtet, dann geht es an die Recherche. Entweder ihr habt schon ein gutes Netzwerk, in dem ihr euch umhören könnt, oder nutzt die unterschiedlichen Möglichkeiten der Recherche, um die richtigen Influencer zu finden. Welche das sind? Erfahrt ihr jetzt!

Der Klassiker: Google

Eine einfache Recherche nach Bloggern startet oft mit einer Google-Suche. Schaut hier einfach nach euren Keywords und dem Stichwort Blogger/Blog und klickt euch durch die Ergebnisse. Listen mit den XY beliebtesten Bloggern aus unterschiedlichen Bereichen liefern ebenfalls guten Input. Alle möglichen Kandidaten sammelt ihr in einer Liste.

Blogsuchmaschinen: Trusted Blogs, Blogfoster & Co.

Influencer-Marketing ist mittlerweile zu einem lukrativen Geschäft geworden und deshalb gibt es mittlerweile eigene Agenturen und Netzwerke, die sich darauf spezialisiert haben, Unternehmen mit Bloggern zu vernetzen. Ihr könnt hier Kampagnen ausschreiben oder euch passende Influencer vorschlagen lassen. Ihr könnt diese Portale aber auch für die Recherche nutzen, um Blogger für euer Thema zu finden. Oftmals entdeckt ihr hier Blogger, auf die ihr so vielleicht nicht gekommen wärt. Hier könnt ihr geeignete Influencer finden:

Social-Media-Kanäle checken

Wenn ihr euch mit Influencern beschäftigt, kommt ihr nicht umhin, auch einer Vielzahl zu folgen und zu beobachten, was sie tun. Entsprechend ist auch euer Dunstkreis eine gute Anlaufstelle, um passende Influencer zu finden. Ich zum Beispiel folge vielen Food und Lifestyle Bloggern und wenn ich für einen Kunden auf der Suche bin, dann schaue ich mich hier gerne um, wer passen könnte. Instagram, Facebook und Co. bieten gute Möglichkeiten, um weitere spannende Accounts zu entdecken. Bei Facebook stehen oftmals rechts die empfohlenen Seiten und bei Instagram bekommt ihr auch Empfehlungen für ähnliche Accounts. Facebook Seitenempfehlungen Blogger Events Aus der Suche nach Inspiration? Die rechte Facebook-Spalte hilft euch! Instagram Seitenempfehlungen Blogger Events Auch bei Instagram gibt's Vorschläge frei Haus!   Um zu verifizieren, ob der Influencer für euch geeignet ist, schaut euch folgende Punkte an:
  • Qualität der Inhalte (z. B. Sprachgefühl, Rechtschreibung, Layout, Bildsprache etc.)
  • Frequenz und Aktivität
  • Vernetzung im Social Web
  • Aktivität der Community (hier kann man Fake Follower gut erkennen)
  • Bisherige Kooperationen
Die Informationen sammelt ihr ebenfalls in eurer Liste und dann geht es darum, sie für euer Projekt zu gewinnen.

Schritt 3: One in a Million – Die richtige Ansprache

Ganz wichtig: Sendet keine belanglosen Massenmails, sondern schaut euch die Kanäle der Influencer genau an und sprecht sie so individuell wie möglich an. Das heißt, ihr solltet den richtigen Aufhänger für die Kooperation finden und euer Produkt sowie eure Idee sollten auch zum Influencer passen und ihm einen klaren Mehrwert signalisieren. Packt in eure Mail alle wichtigen Informationen rein wie Ort, Datum, Umfang der Kooperation, Erwartungen und Deadlines. Und dann heißt es warten … alles Weitere könnt ihr dann individuell mit den Bloggern abstimmen. Wenn ihr alles festgezurrt habt, dann haltet alle wichtigen Eckdaten der Kooperation in einer Art schriftlicher Vereinbarung fest. Dazu gehören:
  • Umfang der Berichterstattung
  • Distribution auf Social-Media-Kanälen
  • Bild- und Nutzungsrechte
  • Verlinkungen und Hashtags
  • Bezahlung
  • Hinweis zur Kennzeichnung als Werbung
Das ist nicht nur professionell, sondern auch rechtssicher.

Schritt 4: Vor Ort – Die Location, das Programm und die Betreuung

Schon bei der Konzepterstellung solltet ihr überlegen, wo das Event stattfinden soll: bei euch am Unternehmenssitz, bei allgemeinen Press oder Blogger Days oder in einer eigens angemieteten Location? Wenn das Event bei euch stattfindet, spart ihr Kosten und seid etwas flexibler, was die Organisation angeht. Bei Press Days treffen sich oft mehrere Unternehmen und Marken, die dann ihre Produkte einer Vielzahl von Bloggern präsentieren. Sehr viel aufwändiger, aber auch spannender ist eine eigens angemietete, zum Thema passende Location. Stichwort passend: Natürlich sollte auch das Programm an die jeweiligen Influencer und eure Botschaften sowie euer Produkt angepasst sein. Nichts ist langweiliger als epische PowerPoint-Präsentationen runterzurasseln, wenn alle Gäste gelangweilt herumstehen und darauf warten, dass etwas passiert. Also auch hier wieder auf den Mehrwert der Veranstaltung achten. Ein Beispiel: In der Vergangenheit haben für unseren Kunden, die Initiative Lebensmitteldose, ein Event organisiert, bei dem es eine kurze Einführung ins Thema gab. Direkt danach konnten die Blogger gemeinsam mit einem Sternekoch in einem Workshop noch tiefer in die Materie eintauchen. So entstehen schöne Bilder und Erinnerungen, eine gute Verknüpfung zu den Botschaften und schlussendlich eine gute Story für den Event-Bericht. Nichts ist schlimmer, als vor dem Event eng im Kontakt mit einem Ansprechpartner gewesen zu sein und dann beim Event kein „bekanntes“ Gesicht anzutreffen. Im besten Falle ist also die Person, die den Kontakt zu den Bloggern hergestellt hat, auch vor Ort und betreut diese. Das fängt bei der Koordination der Anreise an und endet mit der Verabschiedung. Dazwischen solltet ihr gut auf alles vorbereitet sein. Das heißt: Wisst immer genau, wer wann wo ankommen soll und was im Falle von Verspätungen zu tun ist. Fragt außerdem im Vorfeld, ob es Unverträglichkeiten oder Allergien gibt, falls ihr Essen serviert. Heißt dann eure Influencer freundlich willkommen, gebt ihnen einen kurzen Überblick über den Ablauf und seid stets als Ansprechpartner parat. Außerdem denkt daran, euren Kunden oder denjenigen, der euer Unternehmen vor Ort repräsentiert, zu briefen. Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft also denkt auch an Goodie Bags. Darin enthalten sollten auf jeden Fall eure Produkte und weitere Informationen zu diesen sein. Gerne könnt ihr hier auch mit Kooperationspartnern arbeiten und ein prall gefülltes Täschchen schnüren. Dieses können die Influencer mit nach Hause nehmen, ihren Followern präsentieren oder sogar an ihre Fans verlosen.

Schritt 5: Das Follow up

Nach dem Event ist eure Arbeit aber noch nicht getan: Wenn eure Veranstaltung vorbei ist, heißt das keinesfalls, dass ihr euch zurücklehnen könnt. Denn: Jetzt geht es ans Follow up. Bedankt euch also einzeln bei jedem Influencer im Nachgang fürs Kommen, besprecht weitere Schritte oder klärt Fragen. Vielleicht wollt ihr auch noch weiterführende Materialien oder anderes teilen. Habt ihr mit den Influencern vereinbart, dass ihr die Beiträge vorab zur Freigabe erhaltet, so fordert dies auch ein. Ansonsten folgt den Kanälen der Anwesenden und überprüft, ob die wichtigsten Facts stimmen. An dieser Stelle aber ein Hinweis: Wir leben in einem Land mit Meinungsfreiheit und demnach könnt ihr den Bloggern auch nicht diktieren, was sie schreiben sollen. Dokumentiert am Schluss noch alle Ergebnisse und Posts und speichert sie euch für ein Reporting ab. So entsteht eine rundum gut abgewickelte Kooperation, die ein Win-Win für alle Beteiligten ist und sich nach einer echten Partnerschaft anfühlt. Was haltet ihr von Blogger-Events und habt ihr noch weitere Tipps? Teilt sie gerne in den Kommentaren.

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