• 27. Juni 2019
  • Luisa Schrafen
Zurück in die Grundschule, dem Ehrenamt sei Dank Blog

Zurück in die Grundschule, dem Ehrenamt sei Dank

Eine Gesellschaft ohne Ehrenamt? Das ist wirklich nur schwer vorstellbar. Ehrenamtliche Arbeit begegnet uns in zahlreichen Bereichen des Lebens und oftmals auch da, wo wir es nicht unbedingt erwarten. Ob in der Betreuung älterer Menschen, von Menschen mit Handicap, Kindern, im Sport, der Kultur oder im Tier- und Umweltschutz. Viele von uns setzen sich uneigennützig und ohne Bezahlung für andere ein – das ist es, was ein Ehrenamt auszeichnet und für unsere Gesellschaft enorm wichtig macht.

Ehrenamt im Sport

Lulu hält den Hockeyball mit dem Schläger hoch Koordination von Ball und Schläger par excellance Ich persönlich sehe den Bedarf vor allem im Sport. Die Vereine haben oftmals wenig Geld und ohne ehrenamtliches Engagement würde es viele Sportvereine nicht geben. Ich spiele selbst Hockey im Oberhausener Tennis- und Hockeyclub (OTHC) und gehöre zu den Vereinsmitgliedern, die einen Großteil ihrer Freizeit für den Club einsetzen. Inzwischen komme ich auf gut 7 Jahre als Trainerin, war Mitglied des Event-Teams und mache einen Teil der Öffentlichkeitsarbeit. Darüber hinaus war ich bereits öfter in Kindergärten und Grundschulen zu Besuch, um den Nachwuchs für den Hockeysport zu begeistern. :)

Neben dem Job aktiv für die Gesellschaft?

Während des Studiums war das alles noch recht unproblematisch, weil ich mehr Zeit hatte, bzw. ich mir diese frei einteilen konnte. So war ich schon vor vier Jahren während der „Projektwoche Sport” in der Landwehr-Grundschule in Oberhausen und habe einen Hockeykurs gemeinsam mit einer befreundeten Lehrerin angeboten. Seit ich allerdings Vollzeit arbeite, ist es schwerer geworden und insbesondere vormittags in die Schulen und Kindergärten zu gehen, ist nicht möglich – wäre da nicht der Ehrenamtsurlaub! Jeder Mitarbeiter bei uns hat die Möglichkeit 10 Tage zusätzlichen Urlaub zu nehmen, um sich ehrenamtlich zu engagieren. Bedingung: der "reguläre" Urlaub muss bereits eingetragen sein und und im Anschluss wird ein Blogbeitrag über die Erlebnisse geschrieben, aber das macht ja sogar Spaß. ;)

Kinder brauchen Sport

So kam es, dass mir besagte Lehrerin im Februar folgende Nachricht schrieb: „Wir haben wieder „Projektwoche Sport” nach Pfingsten! Ich hab gesagt, ich könne leider nicht mitmachen, weil du nicht mit mir den Hockeykurs machen kannst!”. Das geht natürlich nicht! Ich finde es super, dass die Schule solche Projektwochen im Zeichen des Sports anbietet, weil leider zu vielen Kindern der Zugang zu sportlichen Aktivitäten fehlt und immer mehr Defizite in der Koordination oder dem Körpergefühl auffallen. Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, dass Kinder sich bewegen. Es fördert die Entwicklung der Motorik, und damit das Reaktionsvermögen, den Gleichgewichtssinn und die Bewegungskoordination. Aber nicht nur das, auch die Konzentration wird gefördert und der Teamgeist geweckt, der im sozialen Gefüge wichtig ist. Folglich dürfen Sportvereine nicht aussterben. Viele suchen jedoch händeringend nach Nachwuchs, so wie z.B. auch mein Verein. Meine Reaktion also: „Nicht so voreilig! Sag mir mal ein Datum, dann kann ich den Ehrenamtsurlaub nehmen.”

Gesagt, getan. Ich habe 3 Tage frei bekommen und stand am Mittwoch nach Pfingsten morgens um kurz vor 8 auf dem Schulhof der Landwehrschule, gekleidet im OTHC-Outfit und mit einigen Hockeyschlägern und -bällen im Gepäck.

Bunte Zettel für die einzelnen Stationen Zirkeltraining - bestes Training

Tag 1 – Gruppe 1 – 18 Kinder.

Zwei der Kinder in dieser Gruppe hatten vorab schon einmal einen Hockeyschläger in der Hand gehabt. Nachdem ich mich und den OTHC kurz vorgestellt habe ging es in der kleinen Halle der Grundschule auch schon los. Ganz wichtig: Regeln festlegen, damit sich trotz einiger etwas ungestümer Jungs keiner verletzt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass so ein Ball oder Schläger vor dem Schienbein oder dem Kopf ganz schön weh tun kann und wenn ich die Kinder von diesem Sport überzeugen will, dann ist „Schmerz” wohl nicht die beste Strategie. Die Kids haben das aber super gemacht und hatten jede Menge Spaß. Zum Abschluss haben wir dann nach den ganzen Übungen natürlich auch noch ein kleines Turnier gespielt, wo der ein oder andere den ganzen Tag drauf hingefiebert hat. Einige kleine Talente hatten wir auch dabei und wenn diese sich dann nochmal explizit nach meinem Verein erkundigen, freue ich mich natürlich besonders. :) Tag 1 erfolgreich beendet.

Tag 2 – Gruppe 2 – 14 Kinder.

In dieser Gruppe gab es einen, der schon mal einen Hockeyschläger in der Hand hatte. Genau wie am Vortag haben wir nach den Regeln mit Übungen angefangen, damit die Kids erstmal ein Gefühl für Ball und Schläger bekommen, die Koordination ist nämlich gar nicht so einfach. Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft ich „Hände andersrum!” oder „Die andere Hand nach unten!” gesagt hab. Am Ende haben aber auch die 14 Kinder der ersten bis vierten Klasse ein tolles Spiel gemacht und auch ich hatte wirklich Spaß. An dieser Stelle nochmal ein riesiges „Respekt” an alle Lehrer, diese Geräuschkulisse über vier Stunden zu ertragen und die Koordination aller Kinder im Blick zu haben, ist schon wirklich sehr anstrengend. :D   Tag 3 war dann aber recht entspannt. Den letzten Tag der Projektwoche haben wir mit einem Picknick mit der ganzen Schule ausklingen lassen und im Anschluss fand noch ein Sponsorenlauf statt.   Für mich war es erneut eine tolle Erfahrung: Einige Kinder wollen zum Schnuppertraining zum OTHC kommen und Lehrer wie Schüler waren sehr zufrieden. Im Großen und Ganzen waren es also drei Tage, die sich für den Verein gelohnt haben – und auch ich hatte viel Spaß.   Wer von euch hat sich denn auch schon mal ehrenamtlich eingebracht? Schreibt uns in Social Media, welche Vereine ihr unterstützt.
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