• 10. August 2016
  • Nadja Amireh

Arbeitsalltag feat. Ehrenamt: Wo gibt’s denn sowas?

Lange vor meiner Zeit als Trainee bei Wake up Communications habe ich (Charlotte) mich bei der KjG (Katholisch jungen Gemeinde) Bad Honnef im Ehrenamt engagiert. Der bunte Blumenstrauß an jungen Menschen und das jährliche Highlight, die zweiwöchige Ferienfreizeit, waren für mich immer das, was die Arbeit so besonders gemacht haben. Im Vorhinein habe ich oft befürchtet, dass das weniger werden würde, wenn ich ins Berufsleben starte – aber falsch gedacht!

Agentur mit Herz

Umso schöner war es, als meine Chefin-to-be Nadja Amireh mir schon im Bewerbungsgespräch offenbarte, dass sie ihren Mitarbeitern zwei Wochen im Jahr für ehrenamtliche Arbeit (und das sogar bei vollem Gehalt) anbietet. „Ich finde es wichtig, dass man sich für Projekte einsetzt, die einem am Herzen liegen. Dass man nach der ehrenamtlichen Auszeit gut gelaunt und mit neuen Eindrücken wiederkehrt,“ waren ihre Worte. „Wo gibt’s denn so was?“, fragte ich mich und wusste, dass ich so ein Angebot in keiner anderen Agentur finden würde. Jackpot also!

Urlaub am Bodensee – oder so ähnlich

Nach drei Monaten im Agentur- und Arbeitsleben hieß es dann „auf ’gen Süden, ab an den Bodensee!“ Ziel war das Selbstversorgerhaus Wartburg am Schweizer Teil des Bodensees. Das imposante Anwesen bietet zu jeder Tages- und Nachtzeit einen atemberaubenden Ausblick auf das Wasser. Dieser Blick alleine ist eine Entschädigung für jegliche Anstrengungen oder Müdigkeitsphasen, die jeder einzelne während so einer Ferienfreizeit erfährt.

Königliche Verköstigung

Und nun zu meinen täglichen Anstrengungen: Meine Aufgabe war’s die rund 80 hungrigen Mäuler (aufgeteilt in 60 Kinder und 20 Gruppenleiter) zu versorgen. Das tägliche Frühstück war keine Herausforderung. Diese begann erst richtig mit der Zubereitung des Mittag- oder Abendessens, denn wer hat schon mal Kaiserschmarrn oder Fischstäbchen für mehr als vier Personen gemacht? Neben dem Kochen gehört allerdings auch das Einkaufen zu den (fast) täglichen To dos. Natürlich war ich weder beim Einkaufen noch beim Kochen alleine. Denn wie sagt man so schön? „Viele Hände, schnelles Ende“.

Warum zur Hölle?

Aber manchmal scheint es, als wäre kein Arbeitsende in Sicht. Mehr und mehr Töpfe stapeln sich, die Kinder sind immer noch hungrig und es müssen noch drei Kuchen gebacken werden. Das sind dann die Momente für die man durch den Ausblick entschädigt werden muss. Doch zu keinem Zeitpunkt habe ich mich wirklich gefragt, warum ich das Ganze mache. Seit ich mit 14 Jahren zur KjG kam, war Ehrenamt für mich nie eine Pflicht, sondern etwas, das ich mit Leidenschaft wirklich gerne neben der Schule betrieben habe. Es hieß für mich Freunde treffen, viel lachen, gemeinsam große Projekte stemmen und auch Menschen kennen lernen, mit denen man sonst nie Kontakt gehabt hätte.

Ehrenamt: Eine lohnenswerte Anstrengung

Rückblickend muss ich sagen, dass meine Woche am Bodensee schnell verging. Neben dem Besuch im Kletterpark in Schaffhausen, dem Ausflug nach Konstanz, einem ausgiebigen Tag am See und vielen Gruppenspielen und -abenden, vereinnahmte das Zubereiten der Mahlzeiten doch den Großteil meiner Zeit. Dass ich überhaupt die Möglichkeit bekommen habe, nochmal eine Woche mit der KjG Bad Honnef wegzufahren, finde ich wirklich bemerkenswert. Natürlich habe ich im Vorhinein versucht bei meinen Projekten vorzuarbeiten, so dass ich meinen Kollegen nicht zu viele Aufgaben in meiner Abwesenheit übertragen musste. Allerdings wäre es ohne deren Unterstützung auch nicht möglich gewesen, denn wie wir wissen, schläft das Social Web nie.

Schön, wieder hier zu sein!

Auch wenn die Woche am Bodensee anstrengend war und sicher nicht zu meinen schlafintensivsten Wochen zählt, hat mir die Arbeit mit dem Team und den Kindern nochmal gezeigt, wie wichtig es ist, sich füreinander einzusetzen und wie viel Spaß man dabei haben kann. Sich selbst auch mal zurück zu nehmen, anderen ein Ohr schenken und sich mit Leidenschaft für das begeistern zu können, was einem Spaß macht, habe ich definitiv wieder mit nach Düsseldorf genommen. Man muss wohl Glück mit seinem Arbeitgeber haben (Wake up Communications = beste Agentur der Welt), um neben der Arbeit auch genug Zeit für Ehrenamt zu haben. Danke, Nadja!
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