CommunityCamp 2015: Die beste Wahl fürs erste Barcamp

Sophia und Christiane kurz vor ihrem Rückflug nach ihrem ersten Barcamp

Sophia und Christiane bei ihrem ersten Barcamp

Am 24. und 25. Oktober 2015 fand in der cimdata Medienakademie in Berlin das achte CommunityCamp statt. Für Sophia und mich die perfekte Gelegenheit, unser erstes Barcamp mitzuerleben. Von der Vorstellungsrunde mit 300 Personen bis hin zum Session-Pitch war alles neu für uns. Dementsprechend neugierig waren wir. Konnte diese (Un)Konferenz das halten, was uns von vielen Seiten versprochen wurde? Denn das CommunityCamp gilt als bestes Barcamp Deutschlands. Und tatsächlich waren wir begeistert. Wir verbrachten zwei Tage intensiven fachlichen und praxisnahen Austauschs in entspannter Atmosphäre.

Mit Twitter-Chats zu mehr Brand Awareness

Bevor bei ein Barcamp richtig losgeht, müssen erst einmal die Sessions geplant werden

Der Andrang für die Session-Pitches war riesig

Unser Kunde Meltwater gehörte zu den Sponsoren und hielt auch die erste Session, bei der wir dabei waren. Das Thema in unseren ersten 45 Minuten Barcamp lautete „Twitter-Chats“. Angela Wiesenmüller und Stephanie Katzer schilderten ihre Erfahrungen mit diesem Kanalformat, das sie jeden Freitag von 15 bis 16 Uhr unter #marketinginsights moderieren. Ihr Ziel dabei: Langfristig eine Networking-Plattform mit Mehrwert für potentielle und aktuelle Kunden, Agenturen und Influencer zu schaffen. Die Quintessenz der Session war, dass Veranstalter eines Twitter-Chats proaktiv auf potentielle Teilnehmer zugehen und sie persönlich einladen sollten. Denn in Verbindung mit regelmäßigen Terminen führt das zu einer bemerkenswerten Conversion Rate. Meltwater spricht in der Regel 200 Kontakte an, von denen sich etwa 10 bis 20 Prozent am Twitter-Chat beteiligen. Kein Wunder, immerhin sind Twitter-Chats klassische Win-win-Situationen: Nicht nur der Initiator, sondern auch die Teilnehmer machen durch Interaktion, Diskussionen und Retweets auf sich aufmerksam. Stichwort: Brand Awareness. Wer mehr zu den Twitter-Chats von Meltwater erfahren möchte, dem legen wir diesen Blogbeitrag von Kerstin Kitzmann ans Herz.

Zwei Perspektiven auf Communitys

Die Session „Sanktionen bei Hass“ mit Sven Winter von gutefrage.net war besonders unterhaltsam. Wir trugen witzige Mittel zur Bestrafung von Nutzern zusammen, die ausschließlich Hass schüren wollen. Vom Austausch des Profilbilds bis hin zum Online-Pranger war alles vertreten. In unseren Augen ist es jedoch wichtig, in kritischen Fällen sachlich zu bleiben und zwischen Marke und Community ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Unser Fazit dazu: Viele Vorschläge bleiben amüsante Wunschvorstellungen, die in Netzwerken wie Facebook nicht umsetzbar sind.

Bei CommunityCamp fanden immer sechs Sessions gleichzeitig statt

Qual der Wahl: Session-Plan auf dem CommunityCamp

An dieser Stelle setzte die Session „Power to the Community“ von Max Unger und Samuel Kirchhof an. Sie zeigten die Vorteile von unternehmenseigenen Communitys auf: Einfache und schnelle Reaktion auf und Umsetzung von Nutzerwünschen sowie der Einsatz von intrinsisch motivierten Nutzern als Support für andere Mitglieder der Community. Großes Potenzial sahen die beiden in Review-Plattformen mit Belohnungssystemen für aktive Nutzer, wie es beispielsweise bei Yelp der Fall ist. Trotzdem teilen wir nicht die Zuversicht, dass solche Formate in Zukunft Facebook und Co. komplett ablösen werden. Vielmehr stellen sie eine sinnvolle Ergänzung dar. Denn wir sind überzeugt, dass Nutzer oftmals den Aufwand scheuen, von einer Plattform auf der sie alles haben, in viele unterschiedliche Branded Communitys „umzuziehen“.

Von Frust und Kummer der Community und Social Media Manager

… hörten wir in der „Selbsthilfegruppe für Community Manager“ so einiges. In der Runde traten wirklich einige beinahe schockierende Missstände zu Tage, die wir selbstverständlich – wie versprochen – nicht veröffentlichen werden. Vor allem wurde deutlich, dass in vielen Unternehmen noch immer das Verständnis für Social Media fehlt. Ein Eindruck, den wir aus unseren Erfahrungen bei der Akquise nur bestätigen können. Für Mitarbeiter in Unternehmen bedeutet es oft, dass sie Social Media „mal so eben nebenbei“ machen sollen. Dabei sind soziale Netzwerke schon längst keine Nebensache mehr. Eine Präsenz in sozialen Netzwerken ist in vielen Fällen unerlässlich, um wahrgenommen werden. Um hier einen guten Eindruck zu hinterlassen, muss auch die Kommunikation auf diesen Kanälen strategisch geplant werden. Dadurch entsteht für Unternehmen zusätzlicher Aufwand, bei dem wir sie als Sparringspartner gerne mit unseren Erfahrungen und unserem Wissen unterstützen.

Realtime Marketing bei Sixt und Snapchat

Sixt reagierte mit einer frechen Echtzeitmarketing-Kampagne auf den von Claus Weselsky geführten Bahnstreik

Eine vielbeachtete Realtime-Kampagne von Sixt (Quelle: Sixt)

Weitere Highlights waren die Sessions „Echtzeitmarketing“ und „Snapchat“. Christoph Assmann verriet uns, wie Sixt zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und zeigte uns zahlreiche Beispiele für Realtime Marketing beim Autovermieter.

Snapchat ist ein Instant-Messaging-Dienst, der vor allem auf Bilder und Videos setzt

Nach der Installation haben wir die App ausgiebig getestet

Sixt zählt übrigens zu den wenigen deutschen Unternehmen, die dazu auf die hierzulande noch nicht sehr weit verbreiteten Social-App Snapchat setzen. Wieso der Mietwagenanbieter dort aktiv ist, verrät der Social-Media-Teamleiter Matthias Stock bei t3n. Der Instant-Messaging-Dienst ist gerade deshalb reizvoll, weil Marken damit vorwiegend junge, spontane und moderne Menschen erreichen. Zu seinen weiteren Vorteilen gehört, dass er aufgrund der kurzlebigen Inhalte äußerst vielversprechend für die Live-Berichterstattung ist. Um noch tiefer in dieses Thema einzutauchen, ließen wir uns von Djure Meinen in die Geheimnisse von Snapchat einweihen. Ein schöner Effekt war, dass wir noch in der Session die ersten Freunde sammeln konnten.

Auf dem CommunityCamp haben wir aber auch ein paar alte Bekannte getroffen: Denn auf einer (Un)Konferenz für Community und Social Media Manager durfte der Bundesverband Community Management (BVCM) nicht fehlen. Zuletzt hatten wir einige Verbandsmitglieder getroffen, als wir sie im Juni zum ersten Düsseldorfer Stammtisch für Community Manager bei uns in der Agentur begrüßten. Schon damals war die Rede von der BVCM-Studie, die seit dem 26.10.2015 hier zum Download bereit steht. Lesetipp. 😉

Und was nehmen wir nun von unserem ersten Barcamp mit?

  1. Der Gedanke, dass  es keine Zuschauer, sondern nur Teilnehmer gibt, wird auf dem CommunityCamp gelebt. Wir bekamen nicht nur die Gelegenheit, in spannenden Workshops viel Neues zu lernen, sondern auch unsere eigene Expertise einzubringen.
  2. So unkompliziert die Branchen-Vernetzung via Social Media auch ist: Es ist viel persönlicher, sich „in echt“ kennenzulernen und auszutauschen. Und das geht beim CommunityCamp perfekt.
  3. Eine Vorstellungsrunde mit knapp 300 Teilnehmern geht schneller als erwartet. 😉

Eine bessere Wahl für unser erstes Barcamp hätten wir also nicht treffen können. Wenn ihr noch mehr über das CommunityCamp erfahren wollt, empfehlen wir euch den Hashtag #ccb15 auf Twitter. Und wer jetzt auch blutgeleckt hat, der findet hier eine Barcamp-Übersicht für den deutschsprachigen Raum.

P.S.: Vielen Dank an das gesamte Barcamp-Team für die tolle Organisation!

Wir benutzen das Shariff-Plugin anstelle von üblichen Share-Buttons. Dadurch sind eure Daten geschützt und euer Surf-Verhalten wird nicht getrackt – bye bye, digitaler Fußabdruck. Eine Datenübertragung zum sozialen Netzwerk findet erst dann statt, wenn ihr aktiv den jeweiligen Share-Button drückt. Ihr könnt also sharen, liken und tweeten so viel ihr wollt – mehr Informationen erhält das jeweilige soziale Netzwerk nicht.

Ein Gedanke zu „CommunityCamp 2015: Die beste Wahl fürs erste Barcamp

  1. Pingback: Spiel mir das Lied vom Cat Content

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *